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Neuerscheinungen

Zwar nicht wirklich neu erschienen, aber mir bis dato unbekannt waren die folgenden Bücher, allesamt übersetzt von Alper Soytürk:

417V0DWDt-LDas Gottesgedenken

 von Ibn Qayyim al-Jawziyya.

„Der Mensch ist von seiner Natur her anfällig und empfänglich, von Sorgen und Kummer befallen zu werden. Selbst wenn er der einen oder anderen Sorge entfliehen sollte, so wird es ihm nie gelingen, von ihnen vollständig loszukommen. Sie zehren an den Nerven und Kräften und entziehen ihm jedwede Lebensfreude, reißen jedes Wohlgefühl aus dem Herzen und füllen es mit Sorgen und Ängsten.

Dies kann zu einem Leben voller Kummer führen, bei dem die betroffene Person mit angsterfülltem Herzen in die Zukunft blickt: Angst vor Armut, vor Krankheit und vor dem Tod. Ibn Qayyim geht in diesem Werk darauf ein, dass der einzige Ausweg aus dem Teufelskreis dieser Sorgen durch die Rückkehr zum Schöpfer möglich sei – dem Gottesgedenken.

Preis: eBook 3,99€ und Printversion 9,99€. Erhältlich auf Amazon.de

51AzyF9-PCL._SX322_BO1,204,203,200_Abu Hanifa – Abhandlungen zur islamischen Glaubenslehre

 

„Die meisten Muslime verbinden mit Abu Ḥanīfa die nach ihm benannte Rechtsschule, die sich in der islamischen Welt der weitesten Verbreitung erfreut. Es ist jedoch interessant, dass schon ganz frühe Traktate zu den islamischen Glaubensgrundsätzen (Aqīda) überliefert sind, die auf ihn zurückgehen. Das wohl bekannteste Traktat, das auf ihn zurückgeht, ist unter dem Titel al-Fiqh al-Akbar bekannt. Eine weitere Abhandlung ist unter dem Titel al-Fiqh al-Abṣaṭ bekannt.
Neben diesen beiden finden sich noch zahlreiche weitere Traktate, die auf ihn zurückgehen und drei von diesen habe ich im vorliegenden Werk aus dem Arabischen ins Deutsche übersetzt. Dabei handelt es sich um die folgenden drei Traktate mit den Originaltiteln:

I. al-ʿĀlim wa l-Mutaʿallim (Der Gelehrte und der Lehrling)
II. ar-Risāla – Der Brief Abū Ḥanīfas an ʿUṯmān al-Battī – einen der Gelehrten Baṣras – (möge Allah (der Erhabene) mit beiden zufrieden sein)
III. al-Waṣiyya – Das Briefvermächtnis (Waṣiyya) Abū Ḥanīfas bzgl. des Eingottglaubens (Tawḥīd)

Auch wenn Abū Ḥanīfa mehr durch sein Rechtswissen (Fiqh) bekannt geworden ist, handeln alle drei Traktate von den Glaubensgrundlagen (ʿAqīda) und behandeln die grundlegendsten Fragen zur islamischen Glaubenslehre, über die es teilweise heute immer noch Disput gibt.“

Preis: 2,99€ (eBook) und 7,99€ (Printversion). Erhältlich bei Amazon.

Ibn Ga61vUg1QIC4L._SX322_BO1,204,203,200_rir at-Tabari – Tafsir at-Tabari (Sura Al-Fatiha)

„Der Koran ist das wichtigste Buch der Muslime und gleichzeitig ist er die erste Quelle, auf die sie zurückgreifen in jeglichen gottesdienstlichen, aber auch zwischenmenschlichen Angelegenheiten. In diesem vorliegenden Ausschnitt vom Meisterwerk Ǧāmiʿ al-Bayān ʿan Taʾwīl Āy al-Qurʾān (Zusammenfassung der Erläuterungen zur Interpretation der Koranverse) von Abū Ǧaʿfar Muḥammad b. Ǧarīr aṭ-Ṭabarī (auch als Tafsīr aṭ-Ṭabarī bekannt) geht es um die Bedeutung der Sūra al-Fātiḥa (Die Eröffnende).
Sie ist darum so wichtig, weil sie (die al-Fātiḥa) bei den täglichen Gebeten rezitiert wird, aber auch inhaltlich bietet sie eine prägnante Zusammenfassung der Glaubensgrundsätze. Nicht umsonst wird sie als Umm al-Qurʾān oder Umm al-Kitāb (die Mutter des Korans/Buches) bezeichnet.“

Preis: 2,99€ (eBook) und 7,99€ (Printversion). Ebenfalls auf Amazon erhältlich.

Das große Heulen

Oh ja. Das große Heulen geht wieder los. Amazon Selfpublishing- Bücher können jetzt auch im deutschen Buchhandel via KNV (Koch, Neff&Volckmar, einer der Grossisten) einfach so besorgt werden. Die Verlage werden sterben! Die Vielfalt ist nicht mehr gegeben! Amazon geht in die Offensive!

Leute, ich könnte kotzen. Ausgerechnet die großen Publikumsverlage, die seit Jahren nichts Innovatives mehr auf den Markt bringen, deren Lektoren und Grafiker schlicht nix Vernünftiges auf die Reihe bekommen, die bekommen das große Jammern.

Bleiben wir doch mal in der Realität:

  • Seit Jahren bestellen Buchhandlungen – große und kleine – zähneknirschend und stillschweigend zum Selbstkostenpreis diese Selfpublishing-Bücher für ihre Kunden. (Selbstkostenpreis = Einkaufspreis = Verkaufspreis)
  • Jeder Trend wird quasi abgekupfert – aber erst, nachdem ein/e AutorIn bei Amazon top Wertungen und massive Abverkäufe hatte. Dann wird auf diesen Zug aufgesprungen. Vorher wurde der Schreiber – sorry für den Ausdruck jetzt – mit dem Hintern angeschaut.
  • Ich kann schon an einer Hand Autoren benennen, die erst als Selfpublisher erfolgreich waren und dann erst später einen Verlagsvertrag ergattern konnten. Werbung allerdings wird kaum gemacht, man ruht sich förmlich auf dem Namen des Autoren aus.
  • Dem Kunden ist es schnurz, wer denn nun sein Buch abgedruckt hat, ob Verlag, BoD oder eben Amazon. Hauptsache, er hält sein Buch dann in seinen Händen.

 

Aber: Amazon hat jetzt durch diese Aktion die Nase vorn. Denn zum einen umschifft man damit die Einstellung vieler Kunden („Ich bestelle nichts bei Amazon.“) und zum anderen vergrößert man seinen Kundenkreis enorm.

Verlage könnten jetzt mal dazulernen. Ansonsten beginnt das Verlagssterben.

Tolino vs. Kindle…

Nachdem ich beide Systeme jetzt schon ein paar Jahre lange testen durfte, scheinen meine Präferenzen derzeit definitiv beim Kindle zu liegen.

Das hat mehrere Gründe:

  1. Im Bereich SciFi/Fantasy/Horror hat Amazon mehr zu bieten. Zudem bekomme ich schneller irgendwelche Aktionen mit. Da der deutsche (E-Book-)Markt mittlerweile genauso an die Buchpreisbindung gekoppelt ist, muss man schon sämtliche Newsletter abonnieren, um von Preisaktionen der Verlage zu profitieren.
  2. Der technische Aspekt: Tolino wurde bis Anfang dieses Jahres von der Telekom technisch betreut. Mein Fazit: genauso mittelmäßig begabt wie auch ihre Telefonanschlüsse ist die Aufarbeitung von Bugs und anderen Problemen. Die Adobe Digital Editions sind das nächste Manko. Meist kann ich nur darauf hoffen, dass sich besagtes Programm ohne große Mätzchen öffnet, das Überspielen der eBooks ist zudem ein zeitraubendes Ärgernis. Tolino ist mittlerweile von einem japanischen Konglomerat gekauft worden und da habe ich doch deutlich mehr Hoffnungen, dass Tolino endlich mal so einfach wie Kindle zu bedienen ist.
  3. Beim Kauf eines Kindle erhält man automatisch eine Kindle-E-Mail-Adresse. Das erleichtert den Erwerb von E-Books ungemein. Denn ich kann – sofern möglich – meine mobi-Dateien direkt vom PC an meinen Kindle senden, WLAN ist in dem Falle natürlich ungemein von Vorteil. Tolino baut leider immer noch auf den Adobe-Mist.
  4. Die Titelflut ist bei Amazon ungleich größer, obwohl man leider auch teilweise benachteiligt ist. Denn entscheidet ein Autor bzw. Verlag, dass sein Buch nur in einigen Teilen der Welt erhältlich sein darf, kann man die beste Kreditkarte der Welt besitzen und es klappt schlicht mit dem Kauf nicht. Ist mir schon passiert – mit einem neuen Buch von F. Paul Wilson.
  5. Preisvergleiche sollten bei englischen Büchern, sofern bei beiden Portalen erhältlich, unbedingt erfolgen! Bei englischen Titeln gibt es durchaus großen Unterschiede – Vorteil: Kindle.

 

Derzeit überwiegen die Vorteile eindeutig beim Kindle. Insofern sich bei Tolino nicht bald was tut, selbst was den Erwerb von e-Books direkt über das Gerät betrifft, sehe ich nicht mehr ein, mich weiterhin an dieses Gerät zu binden. Sorry, Leute. Die Stadtbücherei mag vielleicht für viele Käufer ein weiterer Kaufanreiz sein, für mich jedoch nicht.

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