Archiv der Kategorie: Muhammad

Freundebücher für Muslime

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Für viele Eltern sind spätestens ab dem Grundschulalter der eigenen Kinder die Freundebücher vertraut, die dann sogar jeden Tag neu ins Haus flattern, um sorgfältig ausgefüllt zu werden.

Und viel später nimmt man sie dann immer wieder in die Hand, um darin zu blättern und sich freuen, sich zu erinnern und gegebenenfalls zu schmunzeln…

Jetzt hat der Ummati-Shop die ersten Freundebücher für muslimische Kinder herausgebracht: liebevoll gestaltete Bücher, die es in drei Ausgaben gibt und die Kinder an drei unterschiedliche Themen heranführt: Adam (a.s.), Nuh (a.s.) und Muhammad (saws). Natürlich enthalten diese Bücher Fragen nach dem Lieblingstier oder -farbe, doch sind diese Bücher islamkonform und enthalten eben keine Lieblingssänger oder Lieblingsfilme. Schön ist vor allem die Idee mit Fragen, die den Kindern gestellt werden, sodass sie am Ende auch Wissen zusammentragen und gemeinsam davon profitieren können.

Empfehlenswert für Kinder zwischen 4 und 9 Jahren, beim Ausfüllen sollten bei den ganz Kleinen die großen Geschwister und/oder Eltern helfen.

Erhältlich sind die Bücher sowohl über http://www.ummati-shop.de oder über die FB-Seite der Herausgeber.

Preis je Buch 12,95€, Staffelpreise können auf der Shopseite eingesehen werden.

 

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Jotiar Barmani „Muhammad – Die faszinierende Lebensgeschichte des letzten Propheten“

As-salamu aleikum wa rahmatullahi wa barakatuh,

heute nehme ich insh’allah mal wieder Bezug auf einen islamischen Titel, der ebenso in keinem Buchregal fehlen darf und sehr gut für die Da’wa-Arbeit geeignet ist.
Es geht um dieses Buch:

„Muhammad – Die faszinierende Lebensgeschichte des Propheten“ von Jotiar Bamarni, Verlag Die Schreibfeder
ISBN-13: 978-3-9803633-3-4

Es ist bereits die 7.Auflage zu haben mash’allah.

Nach einem sehr netten und ausführlichen Gespräch mit dem Autoren ist folgendes zu Tage gekommen: Der Aufbau des Buches wurde etwas geändert (wer es schon mal gelesen hatte, weiß, dass er es nicht mit einem Sachbuch zu tun hat, sondern eher mit einem Roman) und die Ahadith, die aufgeführt wurden, sind ausführlicher aufgeführt. Nichtsdestotrotz ist es eben ein sehr empfehlenswertes Buch für die Da’wa, weil es eben kein typisch muslimisches Werk ist, obwohl es die Ansprüche durchaus erfüllt, weil sehr viele vor allem authentische Quellen zurate gezogen wurden. Zudem ist es als Roman geschrieben und daher vielleicht für Nichtmuslime  viel geeigneter, weil ihnen die Botschaft des Islam nicht „um die Ohren gehauen“, sondern in kleinen Schritten vermittelt wird. Für mich entfällt damit das brachiale Wesen mancher islamischer Bücher.

Unser Februar-Highlight

sira_gesamtAs-salamu aleikum,

seit gestern haben wir für diesen Monat das Gesamtpaket „As-Sira“, gesprochen von Baschschar Masri (bekannt von seiner eigenen Website www.lilatfal.de  – übrigens empfehlenswert nicht nur für Kinder!) für 19,90€ statt 25€!

Und hier gehts zum Produkt: http://www.mlk-shop.de/?go=artikel&ps=11705&subid=11900

Wa salam

Lesley Hazleton „The First Muslim“

Zunächst einmal: ich gebe zu, ich lese sehr ungern Biographien. Das liegt wahrscheinlich zum grossen Teil an thefirstmuslimmeinem Beruf: alle naselang meint ein sog. „Promi“, sich über sein achso glorreiches Leben schriftlich auslassen zu müssen, mit mehr oder weniger grossem Erfolg.

Selbst Prophetenbiographien mag ich nicht sonderlich, zumal die meisten recht einfach gestrickt sind und sich oftmals gleich lesen; meist hängt es allein von der Sprache ab, ob sie für mich als nochmals lesenswert gelten. (Mein Merksatz: Ein gutes Buch möchte man mehrfach lesen…).

Als Lesley Hazletons Biographie über den Propheten Muhammad erschien, kam fast zeitgleich ein anderes biographisches Werk über einen anderen Propheten auf den (englischen) Buchmarkt, Reza Azlans „Zealot – the life and times of Jesus of Nazareth“, das wahrscheinlich auch bei dem einen oder anderen Muslim im physischen oder virtuellen Bücherregal zu finden ist. Ein Aufschrei ging durch die amerikanischen Medien: wie kommt ein Muslim dazu, ein Buch über Jesus zu schreiben? Nun ja, scheinbar hat es den Amerikanern niemand gesagt (ups, braucht man ja nicht, man muss eigentlich nur heimlich zuhören…), dass Jesus (e.g. Isa as) genauso ein Prophet für Muslime darstellt wie auch in der christlichen  Welt (okay, hier wurde er hochstilisiert zum „Erlöser“ und „Sohn Gottes“).

Was jetzt  Lesley Hazletons Biographie über den Propheten Muhammad von all den anderen Biographien unterscheidet, ist zum einen der wunderbare Erzählstil in einer sehr bildhaften Sprache, die unweigerlich zum Kopfkino bei Leser führen muss. Zum anderen verwendet sie etwa ein Drittel des Buches für die Kindheit und Jugend des Propheten. Natürlich kann man jetzt sagen, dass es nicht allzuviel Material aus den historischen Quellen gibt, die einen Autoren dazu verleiten könnten, ein Drittel seines Textes dazu zu verwenden und Gefahr zu laufen, dass der Leser dann schon eher das Buch beiseite packt, doch Lesley Hazleton gelingt es, diese Theorien und Hypothesen auf einen sehr sicheren Boden zu stellen.

Erst nach Lesen dieses Textes ist es mir diesmal tatsächlich gelungen, den Menschen Muhammad hinter seiner Grösse zu sehen und zu entdecken.

Jetzt kommt das böse ABER: Bislang scheint sich kein deutscher Verlag für das Buch zu interessieren, sodass der geneigte Leser die englische Fassung erwerben muss.

The first Muslim
by Lesley Hazleton
Atlantic Books, 2014
Taschenbuchausgabe, ca. 11€
320 Seiten

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