Archiv der Kategorie: Jugendbuch

Neues aus dem Schreibfeder-Verlag

Neues aus dem Schreibfeder-Verlag

bamarniNach langer Pause gibt es etwas Neues aus dem Schreibfeder-Verlag des bekannten Autors J. Bamarni:

Riyadus Salihin für Kinder und Jugendliche

Ein weiteres Buch von Jotiar Bamarni, das gewiss auch seinen Platz in der Gesellschaft finden wird, in scha Allah. Dieses Buch unterscheidet sich stark vom klassischen Riyad us Salihin, indem es speziell Kinder- und jugendgerecht gemacht wurde. Zum einen wurde verstärkt auf Verhaltens- und Aqidathemen geachtet (die für diese Gruppen schön erläutert wurde), zum anderen wurde eine Schriftart und Größe gewählt die für diese Altersklassen sehr attraktiv wirken. Ja sogar Erwachsene können davon profitieren! Meist ist das Erlernte auch etwas „verstaubt“ und man erfrischt sein eigenes Wissen indem man gemeinsam mit dem Kind das Buch durchstudiert. Somit entsteht eine harmonische, liebevolle, islamische Atmosphäre. Möge Allah swt es annehmen und uns alle davon profitieren lassen! AMIN!“

Gesehen habe ich es erst einmal nur bei Amazon, allerdings ist es dort nicht verfügbar. Preis n.n., ISBN: ISBN: 978-3980363389

 

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Buch „Das Mädchen Wadjda“

wadjdaEs ist jetzt eine ziemliche Weile her, dass ich mir den Film gemeinsam mit meiner Familie angeschaut hatte und nachdem das Buch, erschienen im cbt und übersetzt von Catrin Fischer, in diesem Jahr auch den Deutschen Jugendbuchpreis gewann in der Kategorie „Kinderbuch“, war es an der Zeit, mir das Buch nochmals vorzunehmen.

Ich bin kein Fan von Büchern zu Filmen, die meisten sind derart schlecht geschrieben, dass der Film dadurch einen schalen Beigeschmack bekommt.

Geschrieben ist das Buch mitnichten einfältig, sehr gut geeignet für Kinder ab 10 Jahren (sieht auch der Verlag so) und macht viele Sachen deutlich, die im Film so nicht ersichtlich waren.

Definitiv empfehlenswert – ob allerdings der Preis wirklich gerechtfertigt ist bzw. war, wage ich zu bezweifeln. Da gab es bessere in diesem Jahr. Aber es kann durchaus mal wieder eine politische Entscheidung gewesen sein.

Nichtsdestotrotz: Das Lesen lohnt sich!

Sandra Abed „Noura – ein Jugendroman“

Kinder- und Jugendbücher zu schreiben ist sehr schwer. Das kann man nicht einfach so aus dem Ärmel snourachütteln: die Story muss spannend sein, die Figuren sollen nicht belehrend rüberkommen, das Lesepublikum möchte sich ernstgenommen fühlen und die Logik (ja, genau die!) darf nicht zu kurz kommen.

Im muslimischen Bereich sind deutschsprachige Jugendbücher sehr rar gesät. Nach „David und die sieben Träume“, das alle wichtigen Punkte völlig verfehlte, was bei mir die Frage aufkommen ließ, ob der Autor sich mal ausgiebig mit Jugendlichen beschäftigt hatte?, legte ich die Thematik islamische Jugendbücher erstmal auf Eis.

Bei „Noura“ war ich dementsprechend sehr zögerlich, obwohl dieses Buch schon etliche Zeit mein Buchregal verzierte. Die Leseprobe, die ich damals vom Narrabila-Verlag zugesandt bekommen hatte, hatte ich schon gelesen, wußte also ungefähr, worum es ging.

Noura ist ein muslimisches Mädchen, das in Berlin aufgewachsen ist, dort in recht behüteten Verhältnissen lebt und das nach seinen Prinzipien versucht zu leben. Sie hat einen kleinen, recht überschaubaren Freundeskreis, der um ihre Regeln weiß und die Grenzen auch so akzeptiert und respektiert. Chapeau für solche Freunde!

Nach den Sommerferien geht Noura dann in die zwölfte Klasse und gerät erstmals in eine Zwickmühle: denn vom Sohn des Freundes ihres Vaters – Ahmed – bekommt sie einen Heiratsantrag und da gibt es noch Luca, der in ihren Kursen sitzt und der sich über die Sommerferien sehr verändert hat und plötzlich Nouras Nähe sucht.

Was also soll sie machen? Für wen sich entscheiden? Ihre Freundinnen mag sie damit nicht belasten, denn ihre nichtmuslimischen Freundinnen würden die frühe Wahl nicht verstehen können und ihre muslimischen Freundinnen haben fast die gleichen Sorgen wie Noura..

Es gibt aber noch Tante Hamide, ihre türkische Nachbarin, die immer ein offenes Ohr für sie hat.

Dass die Gefühlswelt für Jugendliche nicht einfach zu bewältigen ist und gerade muslimische Jugendliche meist zwischen mehreren Stühlen sitzen, ist wohl jedem bekannt, der sich mal mit jungen Leuten unterhalten hat.

Von daher kann man der Autorin nur gratulieren, dass sie sich eines solch schweren Themas angenommen hat. Allerdings – Wink mit dem Zaunpfahl! – habe ich mich am Ende ziemlich bedröppelt im Regen stehend gefühlt. Wäre es nicht Zeit für eine Fortsetzung?

(Ende verrat ich in dem Zusammenhang nicht. Ätsch.)

„Was nicht sein darf“ – Sam Jordan (Kindle-Version)

Diesen Tipp hier habe ich via Mail erhalten (Danke nochmals dafür!) und mir das E-Book gleich runtergeladen. (Achtung: Gleich vorweg: Das gibt es nur als Kindle-Version!)

Es wird als Jugendroman klassifiziert und da gehört es tatsächlich auch hin. Erwachsene können ihn natürlich auch lesen 🙂

 

Alexander, die Hauptperson, ist ein 18-jähriger junger Mann, der gerade sein Abitur hinter sich hat und mit seiner Freundin einen Trip durch die USA plant. Auf dem Weg zum Reisebüro lässt er an der Tankstelle seine Geldbörse auf dem Autodach liegen und fährt los. Tarek, ein BWL-Student, der gegenüber wohnt, rennt ihm hinterher. Alexanders Eltern bestehen darauf, Tarek einen Finderlohn zu geben und so fährt er am nächsten Morgen zu Tareks Elternhaus. Dabei wird er allerdings Zeuge, wie Tarek von zwei Männern im Anzug weggeführt wird und Alexander gerät gleich mit ins Visier. Zunächst hält er das Ganze allerdings für einen Scherz….

 

Dieses Buch scheint ein Erstlingswerk zu sein, eine Autorenseite gab es nicht, zum Buch nur den üblichen Klappentext. So kann ich zum Autoren „Sam Jordan“ leider nichts weiter sagen. Der Preis von 2,99€ ist für 160 Seiten als günstig einzustufen. Einige Rechtschreibfehler sind zu finden, fallen aber nicht wirklich weiter auf, dennoch könnte man den Text ggf. in der zweiten Auflage nochmals Korrektur lesen lassen, ist ja alles möglich. Der Text war angenehm zu lesen, sprachlich an Jugendliche angepasst. Die Hauptfiguren waren recht gut ausgearbeitet, was bei Ich-Erzählern gerade bei niedrigeren Seitenzahlen schwierig ist.

 

Was mir auch gut gefallen hat, war das Ende, denn es gab nicht den „Ta ta-Konvertierungs-Paukenschlag“, den man durchaus fast erwarten könnte und: es ist ein Open End, man kann sich den Weg von Alexander selbst zusammenstricken, so man das möchte.Man weiss danach weder, wer die Drahtzieher waren, noch, wie es mit Alexnader weitergeht.

 

Durchaus lohnenswert und ich habe dem Buch 4 von 5 Sternen gegeben, das hat aber eher mit der Aufteilung und Gesamtgestaltung zu tun.

 

 

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