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Rezension „Die Pharaoverschwörung“

pharaovershwörungDie Pharaoverschwörung

Autorin: Dr. Monika Tworuschka

Verlag: Sciebooks Verlag, erhältlich in allen Buchhandlungen als eBook  (.mobi oder .epub-Format für 2,99€)

(Hinweis: Ich habe tatsächlich noch eines der letzten Taschenbuchexemplare erwischen können, kann daher nicht von der Qualität des eBooks berichten.)

Der Sciebooks-Verlag ist ein in Filderstadt ansässiger Kleinverlag mit dem Anspruch, für kleines Geld Sachbücher von Wissenschaftlern und Wissenschaftsbloggern herauszugeben – als eBook. Dr. Monika Tworuschka ist Islam-, Politik- und Religionswissenschaftlerin, die sich gemeinsam mit ihrem Mann Prof. Udo Tworuschka für den Dialog der Religionen stark macht und für ihr Buch „Die Weltreligionen – Kindern erklärt“ den italienischen Friedenspreis erhielten.

„Die Pharaoverschwörung“ spielt – man kann es sich denken – im heutigen Ägypten. Die Familie Leistner erfüllt sich einen langgehegten Traum und reist nach Ägypten, um die Geschichte und das Land zu erkunden inklusive Nilkreuzfahrt. Miriam, der großen Schwester, fällt allerdings in den ersten Tagen ein mysteriöser Mann mit einem Koffer auf und sie versucht, andere Menschen auf ihn aufmerksam zu machen, da er sich äußerst verdächtig verhält. Dann wird auch noch ihr Rucksack vertauscht und prompt gerät die Familie in ein Abenteuer, das eine Bekanntschaft mit einer netten Familie beinhaltet.

Ohne zu viel zu verraten: „Die Pharaoverschwörung“  ist etwas für Kinder und Fans von Detektivgeschichten (ähnlich wie TKKG oder Fünf Freunde). Allerdings: ein Lektor und Korrektor wären nicht schlecht gewesen, da es im Buch relativ viele Sprachfehler gab und der holprigen Sprache wäre auch Abhilfe geschaffen worden. Es ist nicht so leicht, Kinderbücher zu schreiben, das merkt man dann leider auch in der Ausführung.

Für Kinder und Islaminteressierte auf jeden Fall zu empfehlen.

 

 

 

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Neuerscheinungen

Zwar nicht wirklich neu erschienen, aber mir bis dato unbekannt waren die folgenden Bücher, allesamt übersetzt von Alper Soytürk:

417V0DWDt-LDas Gottesgedenken

 von Ibn Qayyim al-Jawziyya.

„Der Mensch ist von seiner Natur her anfällig und empfänglich, von Sorgen und Kummer befallen zu werden. Selbst wenn er der einen oder anderen Sorge entfliehen sollte, so wird es ihm nie gelingen, von ihnen vollständig loszukommen. Sie zehren an den Nerven und Kräften und entziehen ihm jedwede Lebensfreude, reißen jedes Wohlgefühl aus dem Herzen und füllen es mit Sorgen und Ängsten.

Dies kann zu einem Leben voller Kummer führen, bei dem die betroffene Person mit angsterfülltem Herzen in die Zukunft blickt: Angst vor Armut, vor Krankheit und vor dem Tod. Ibn Qayyim geht in diesem Werk darauf ein, dass der einzige Ausweg aus dem Teufelskreis dieser Sorgen durch die Rückkehr zum Schöpfer möglich sei – dem Gottesgedenken.

Preis: eBook 3,99€ und Printversion 9,99€. Erhältlich auf Amazon.de

51AzyF9-PCL._SX322_BO1,204,203,200_Abu Hanifa – Abhandlungen zur islamischen Glaubenslehre

 

„Die meisten Muslime verbinden mit Abu Ḥanīfa die nach ihm benannte Rechtsschule, die sich in der islamischen Welt der weitesten Verbreitung erfreut. Es ist jedoch interessant, dass schon ganz frühe Traktate zu den islamischen Glaubensgrundsätzen (Aqīda) überliefert sind, die auf ihn zurückgehen. Das wohl bekannteste Traktat, das auf ihn zurückgeht, ist unter dem Titel al-Fiqh al-Akbar bekannt. Eine weitere Abhandlung ist unter dem Titel al-Fiqh al-Abṣaṭ bekannt.
Neben diesen beiden finden sich noch zahlreiche weitere Traktate, die auf ihn zurückgehen und drei von diesen habe ich im vorliegenden Werk aus dem Arabischen ins Deutsche übersetzt. Dabei handelt es sich um die folgenden drei Traktate mit den Originaltiteln:

I. al-ʿĀlim wa l-Mutaʿallim (Der Gelehrte und der Lehrling)
II. ar-Risāla – Der Brief Abū Ḥanīfas an ʿUṯmān al-Battī – einen der Gelehrten Baṣras – (möge Allah (der Erhabene) mit beiden zufrieden sein)
III. al-Waṣiyya – Das Briefvermächtnis (Waṣiyya) Abū Ḥanīfas bzgl. des Eingottglaubens (Tawḥīd)

Auch wenn Abū Ḥanīfa mehr durch sein Rechtswissen (Fiqh) bekannt geworden ist, handeln alle drei Traktate von den Glaubensgrundlagen (ʿAqīda) und behandeln die grundlegendsten Fragen zur islamischen Glaubenslehre, über die es teilweise heute immer noch Disput gibt.“

Preis: 2,99€ (eBook) und 7,99€ (Printversion). Erhältlich bei Amazon.

Ibn Ga61vUg1QIC4L._SX322_BO1,204,203,200_rir at-Tabari – Tafsir at-Tabari (Sura Al-Fatiha)

„Der Koran ist das wichtigste Buch der Muslime und gleichzeitig ist er die erste Quelle, auf die sie zurückgreifen in jeglichen gottesdienstlichen, aber auch zwischenmenschlichen Angelegenheiten. In diesem vorliegenden Ausschnitt vom Meisterwerk Ǧāmiʿ al-Bayān ʿan Taʾwīl Āy al-Qurʾān (Zusammenfassung der Erläuterungen zur Interpretation der Koranverse) von Abū Ǧaʿfar Muḥammad b. Ǧarīr aṭ-Ṭabarī (auch als Tafsīr aṭ-Ṭabarī bekannt) geht es um die Bedeutung der Sūra al-Fātiḥa (Die Eröffnende).
Sie ist darum so wichtig, weil sie (die al-Fātiḥa) bei den täglichen Gebeten rezitiert wird, aber auch inhaltlich bietet sie eine prägnante Zusammenfassung der Glaubensgrundsätze. Nicht umsonst wird sie als Umm al-Qurʾān oder Umm al-Kitāb (die Mutter des Korans/Buches) bezeichnet.“

Preis: 2,99€ (eBook) und 7,99€ (Printversion). Ebenfalls auf Amazon erhältlich.

Warum Verlage scheitern

Ich bin oft im Netz unterwegs, um Neuerscheinungen, Trends oder Neuigkeiten in Sachen Buch aufzuschnappen. Und oftmals reibe ich mir verdutzt die Augen, weil wieder mal ein kleiner Verlag aufgegeben hat oder gar in einem großen aufging.

Im muslimischen Buchmarkt geht das oft viel schneller vonstatten, denn es gibt tatsächlich nur 2 bis 3 große Player am Markt und viele Verlage machen so wenig Werbung, dass es fast ein Wunder ist, wenn das Buch auch mal verkauft wird.

Was also machen Islamische Bibliothek und Darulkitab sowie Rauda/Granada  richtig?

  • Es gibt jedes Jahr mindestens 2 neue Titel im Sortiment.
  • Es gibt genügend Titel im Sortiment. Ein Verlag kann sich nicht auf zwei Büchern ausruhen. Das wird in der allerersten Zeit gutgehen, danach scheitert man allerdings grandios.
  • Sie machen genug Werbung. Ähnlich wie Amazon muss man seinen potentiellen Lesern mit Newslettern u.ä. auf die Pelle rücken.
  • Die Bücher sind qualitativ hochwertig. Wenn das Druckbild mies ist, wird es für den Leser eher zur Qual.
  • Man nimmt die Leser ernst. Das merken auch große Publikumsverlage, die sich sehr viel früher nicht um die Kunden scherten. Ganz großes Beispiel: Cecilia Ahern gab es immer auf deutsch mit blauem Hintergrund und weißer Schrift. Irgendwann dachte sich ein schlauer Mensch: wir können das ja mal ändern. Prompt verkaufte sich der Titel nicht mal halb so gut, denn rostbraunes Cover mit weißer Schrift – das war nicht Cecelia Ahern.
  • Frag die Buchhändler. Niemand kann Fragen zu Kundenwünschen und Trends besser als sie beantworten.
  • Vernetze dich mit Buchmenschen. Das können Blogger u.ä. sein, denn die machen Werbung und sind meistens keine hochtrabenden Rezensenten, die von irgendeiner Stelle dafür bezahlt werden. Blogger und andere gut vernetzte Menschen lesen gerne und wollen ihre Vorliebe/Hobbys nur an andere weitergeben.
  • Beantworte E-Mails und Briefe. Auch zeitnah. Nichts ist nervender für einen Leser (oder Blogger), wenn man nicht ernst genommen wird.
  • Schau nicht aufs Geld. Einen Verlag zu gründen würde ich jedem abraten, der nur Dollarzeichen in den Augen hat. Bis ein Verlag wirklich Profit abwirft und etabliert ist, dauert es Jahre. Verlagsgründer sind in der Regeln Idealisten und Individualisten. Wenn man ein tolles Buch geschrieben oder übersetzt hat, wird man nicht gleich einen neuen Verlag gründen, es sei denn, Punkt 1 und 2 treffen auf dich zu.
  • Halte dich an die Regeln, siehe Urheberrecht und geltendes deutsches Recht in Sachen Buch. Ich sage nur Buchpreisbindung.
  • Versuche, deinen Dunstkreis zu erweitern. Dein Buch kann besser und leichter bestellt werden, wenn es auch eine ISBN hat. In jeder Buchhandlung.
  • Respektiere deinen Kunden und damit deinen Leser. Du willst etwas verkaufen und brauchst Käufer, die im besten Fall dein Buch auch weiterempfehlen. Gehe an die Öffentlichkeit! Bislang kenne ich nur einen Verlag, der auch Lesungen veranstaltet hatte, und das war der Narrabila-Verlag. Es muss ja nicht gleich eine Lesung sein, aber Webinare o.ä. wären für Leser und potentielle Kunden eine tolle Erfahrung.

 

Lustig fand ich eine Geschichte, als es vor einiger Zeit zu einer sehr fruchtbaren Diskussion kam in Sachen eBooks von islamischen Verlagen. Richtig: die gibt es auf deutsch kaum.

Auf Facebook diskutierten wir also, warum eBooks doch eine gesunde Bereicherung für den muslimischen Leser wären. Altes Lied: ca. 50% lehnten von vornherein die Vorstellung ab, sich einen Reader zuzulegen, da das Erlebnis mit dem „richtigen Buch“ unübertroffen wäre. (PS: Ich war auch mal so und klar: mit einem „richtigen Buch“ ist das Lesen gleich viel schöner. Mittlerweile wäge ich allerdings ab, ob ich das Buch wirklich haptisch zuhause haben möchte oder ob es reicht, es auf einem Reader zu haben.)

Ein Verlagsinhaber meldete sich und merkte an, dass ein eBook von seinen Kunden noch nicht angefragt worden wäre. Ich schaute mir also seine Seite an und musste unwillkürlich grinsen: dieser Verlag hatte genau EINEN Titel im Programm. EINEN! Und dazu noch sehr speziellen. Nämlich in Sachen Ramadan. Das wäre ungefähr so, als würde ein Geschenkbuchverlag wie Groh oder Coppenrath nur noch Bücher zur Hochzeit herausbringen. Und da dieser Verlag keine Werbung gemacht hatte (- kleine Anmerkung: das muss echt ein Toptitel sein, wenn es zur Mundpropaganda kommen soll – ) wusste ich nicht mal, dass es a) diesen Verlag gab und b) dass er ein Buch herausgebracht hatte. Klar, dass dann kein Käufer nach einem eBook fragt.

Der muslimische Buchmarkt ist trotz der zunehmenden Fülle an Titeln immer noch sehr überschaubar. Und die Leserschaft auch. Tatsächlich liegen die Auflagen der Titel bei 500 bis 2000 Exemplaren. Mehr nicht. Und damit kann kein Verlag wirklich Profit machen.

 

Über ein Like oder Kommentar würde ich mich sehr freuen.

Kurzes Update zum Verlag #Islamische Schriften

islamische schriftenNachdem ich mich ja im Zuge der Rezension von al-Badrs „Die Schlüssel des Guten“ unglaublich gefreut hatte, dass man endlich mal islamische (deutschsprachige!) Bücher auch als eBook bekommt, muss ich wieder zurückrudern und mich wahrscheinlich ärgern.

Wie einige von euch mittlerweile mitbekommen haben, hatte der Verlag Islamische Schriften vor einiger Zeit seinen Vertrieb eingestellt. Ob er in der Form als Verlag noch existiert, weiß ich leider nicht, kann aber gern mal nachhaken.

Dummerweise gibt es – aus u.a. diesem Grund – (Amazon hatte zwischenzeitlich nochmals seine technische und rechtliche Überlegenheit im Selfpublishing-Bereich demonstriert) keinerlei eBooks mehr aus diesem Verlag.

Es waren ja schon generell nicht soviele Titel, aber ich war dankbar, dass es endlich jemandem einfiel, mal auf diesen Zug aufzuspringen.

Dass man Mammutwerke (in gedruckter Form A4-Format und mehr als 450 Seiten) nicht als eBook herausbringen möchte, ist in Ordnung. Aber bei kleineren Formaten?

Technisch gesehen hat sich im Selfpublishing-Bereich unglaublich viel getan, von daher ist es für mich nicht einleuchtend, warum es nicht endlich auch dieses Format im islamischen deutschsprachigen Verlagsbereich geben kann.

 

 

Tolino vs. Kindle…

Nachdem ich beide Systeme jetzt schon ein paar Jahre lange testen durfte, scheinen meine Präferenzen derzeit definitiv beim Kindle zu liegen.

Das hat mehrere Gründe:

  1. Im Bereich SciFi/Fantasy/Horror hat Amazon mehr zu bieten. Zudem bekomme ich schneller irgendwelche Aktionen mit. Da der deutsche (E-Book-)Markt mittlerweile genauso an die Buchpreisbindung gekoppelt ist, muss man schon sämtliche Newsletter abonnieren, um von Preisaktionen der Verlage zu profitieren.
  2. Der technische Aspekt: Tolino wurde bis Anfang dieses Jahres von der Telekom technisch betreut. Mein Fazit: genauso mittelmäßig begabt wie auch ihre Telefonanschlüsse ist die Aufarbeitung von Bugs und anderen Problemen. Die Adobe Digital Editions sind das nächste Manko. Meist kann ich nur darauf hoffen, dass sich besagtes Programm ohne große Mätzchen öffnet, das Überspielen der eBooks ist zudem ein zeitraubendes Ärgernis. Tolino ist mittlerweile von einem japanischen Konglomerat gekauft worden und da habe ich doch deutlich mehr Hoffnungen, dass Tolino endlich mal so einfach wie Kindle zu bedienen ist.
  3. Beim Kauf eines Kindle erhält man automatisch eine Kindle-E-Mail-Adresse. Das erleichtert den Erwerb von E-Books ungemein. Denn ich kann – sofern möglich – meine mobi-Dateien direkt vom PC an meinen Kindle senden, WLAN ist in dem Falle natürlich ungemein von Vorteil. Tolino baut leider immer noch auf den Adobe-Mist.
  4. Die Titelflut ist bei Amazon ungleich größer, obwohl man leider auch teilweise benachteiligt ist. Denn entscheidet ein Autor bzw. Verlag, dass sein Buch nur in einigen Teilen der Welt erhältlich sein darf, kann man die beste Kreditkarte der Welt besitzen und es klappt schlicht mit dem Kauf nicht. Ist mir schon passiert – mit einem neuen Buch von F. Paul Wilson.
  5. Preisvergleiche sollten bei englischen Büchern, sofern bei beiden Portalen erhältlich, unbedingt erfolgen! Bei englischen Titeln gibt es durchaus großen Unterschiede – Vorteil: Kindle.

 

Derzeit überwiegen die Vorteile eindeutig beim Kindle. Insofern sich bei Tolino nicht bald was tut, selbst was den Erwerb von e-Books direkt über das Gerät betrifft, sehe ich nicht mehr ein, mich weiterhin an dieses Gerät zu binden. Sorry, Leute. Die Stadtbücherei mag vielleicht für viele Käufer ein weiterer Kaufanreiz sein, für mich jedoch nicht.

E-Reader kontra „Holzbuch“….

Jetzt ziehe ich mal nach ca. einem Jahr E-Reader ein Fazit:

Beides (Buch und Reader) hat Vor- und Nachteile:

1. Der E-Reader ist leicht, passt in jede Tasche, kann also jederzeit eingepackt oder ausgepackt werden.

2. Das Buch muss nicht aufgeladen werden; beim E-Reader ist es bei mir nach etwa 7 bis 10 Tagen soweit, ihn wieder ans Netz zu stöpseln.

3. Meine E-Books kann ich mir zwar teils ausleihen (spez. Programm), man kann die E-Books jedoch nicht an andere Personen ausleihen.

4. Ansonsten kann es auch ins Geld gehen, denn ironischerweise passen zwar weniger Bücher in ein physisches Regal, aber man mistet doch schneller mal aus, als es bei E-Books der Fall ist. Man verliert auch dummerweise beim Reader schneller die Übersicht, was man denn schon gelesen hat, aber scheinbar greift bei mir das Tasten-Lesen-Blättern besser….

5. Man ist in Sachen Portalen doch etwas eingeschränkt: Kindle-Bücher mögen sich nicht auf zB. Tolino-Readern und E-Books aus Onlineshops ausser Amazon mögen keinen Kindle. In Sachen muslimischen E-Books ist allerdings der Markt auf Amazon deutlich grösser. (etwa dreimal soviele, deutsch- und fremdsprachige). Das Buch kann sich sein Regal glücklicherweise nicht ausssuchen…

6. Es ist schneller einzuschätzen bei haptischen Büchern, wie lange man noch brauchen wird, das ist im Gegensatz dazu bei E-Books schlecht einschätzbar. Ergo: im Bett am Abend macht das Lesen mit dem Buch deutlich mehr Spass!

7. Ich persönlich kann in physischen Büchern schneller blättern und finde bestimmte Stellen auch schneller, das kann allerdings auch daran liegen, dass ich mit Büchern schon ein wenig länger lebe und leide als mit meinem Reader.

8. Meinen Bleistift habe ich für Notizen oder Markierungen schneller zur Hand als ich in meinem Hirn wieder rumkrame, welche Taste denn nun für welche Funktion da war? Ausserdem kann ich mir ebenjene Stellen mit Bleistift markiert besser merken…

9. Autsch: wenn  ich grad nix als Lesezeichen finde, knicke ich auch mal ne Ecke um…kann ich beim Reader nicht machen, würd ja auch komisch beim Lesen sein. Die Lesezeichenfunktion allerdings kann ich mir sparen, denn der Reader speichert automatisch die letzte Seite, die ich gelesen habe.

10. Beides ist wirklich schön. Der E-Reader im Urlaub, für zuhause aber gerne die Buchversion…Den Quran allerdings bevorzuge ich tatsächlich als Buch.

11. Hmmh, dieses Jahr werde ich mir noch insh’allah den tolino zulegen, das liegt aber nur daran, dass ich viele Leseexemplare als eTicket nicht auf dem Kindle lesen kann. Ausserdem kann man dann auch in der Stadtbücherei Bücher ausleihen, das ist doch schon mal was.

Hier nochmals zum Vergleich:

Der Kindle in der einfachsten (und damit günstigsten) Variante

Der Tolino (Telekomshop, Weltbild, Thalia, Hugendubel) 

„Was nicht sein darf“ – Sam Jordan (Kindle-Version)

Diesen Tipp hier habe ich via Mail erhalten (Danke nochmals dafür!) und mir das E-Book gleich runtergeladen. (Achtung: Gleich vorweg: Das gibt es nur als Kindle-Version!)

Es wird als Jugendroman klassifiziert und da gehört es tatsächlich auch hin. Erwachsene können ihn natürlich auch lesen 🙂

 

Alexander, die Hauptperson, ist ein 18-jähriger junger Mann, der gerade sein Abitur hinter sich hat und mit seiner Freundin einen Trip durch die USA plant. Auf dem Weg zum Reisebüro lässt er an der Tankstelle seine Geldbörse auf dem Autodach liegen und fährt los. Tarek, ein BWL-Student, der gegenüber wohnt, rennt ihm hinterher. Alexanders Eltern bestehen darauf, Tarek einen Finderlohn zu geben und so fährt er am nächsten Morgen zu Tareks Elternhaus. Dabei wird er allerdings Zeuge, wie Tarek von zwei Männern im Anzug weggeführt wird und Alexander gerät gleich mit ins Visier. Zunächst hält er das Ganze allerdings für einen Scherz….

 

Dieses Buch scheint ein Erstlingswerk zu sein, eine Autorenseite gab es nicht, zum Buch nur den üblichen Klappentext. So kann ich zum Autoren „Sam Jordan“ leider nichts weiter sagen. Der Preis von 2,99€ ist für 160 Seiten als günstig einzustufen. Einige Rechtschreibfehler sind zu finden, fallen aber nicht wirklich weiter auf, dennoch könnte man den Text ggf. in der zweiten Auflage nochmals Korrektur lesen lassen, ist ja alles möglich. Der Text war angenehm zu lesen, sprachlich an Jugendliche angepasst. Die Hauptfiguren waren recht gut ausgearbeitet, was bei Ich-Erzählern gerade bei niedrigeren Seitenzahlen schwierig ist.

 

Was mir auch gut gefallen hat, war das Ende, denn es gab nicht den „Ta ta-Konvertierungs-Paukenschlag“, den man durchaus fast erwarten könnte und: es ist ein Open End, man kann sich den Weg von Alexander selbst zusammenstricken, so man das möchte.Man weiss danach weder, wer die Drahtzieher waren, noch, wie es mit Alexnader weitergeht.

 

Durchaus lohnenswert und ich habe dem Buch 4 von 5 Sternen gegeben, das hat aber eher mit der Aufteilung und Gesamtgestaltung zu tun.

 

 

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