Archiv der Kategorie: ebook

Kurzes Update zum Verlag #Islamische Schriften

islamische schriftenNachdem ich mich ja im Zuge der Rezension von al-Badrs „Die Schlüssel des Guten“ unglaublich gefreut hatte, dass man endlich mal islamische (deutschsprachige!) Bücher auch als eBook bekommt, muss ich wieder zurückrudern und mich wahrscheinlich ärgern.

Wie einige von euch mittlerweile mitbekommen haben, hatte der Verlag Islamische Schriften vor einiger Zeit seinen Vertrieb eingestellt. Ob er in der Form als Verlag noch existiert, weiß ich leider nicht, kann aber gern mal nachhaken.

Dummerweise gibt es – aus u.a. diesem Grund – (Amazon hatte zwischenzeitlich nochmals seine technische und rechtliche Überlegenheit im Selfpublishing-Bereich demonstriert) keinerlei eBooks mehr aus diesem Verlag.

Es waren ja schon generell nicht soviele Titel, aber ich war dankbar, dass es endlich jemandem einfiel, mal auf diesen Zug aufzuspringen.

Dass man Mammutwerke (in gedruckter Form A4-Format und mehr als 450 Seiten) nicht als eBook herausbringen möchte, ist in Ordnung. Aber bei kleineren Formaten?

Technisch gesehen hat sich im Selfpublishing-Bereich unglaublich viel getan, von daher ist es für mich nicht einleuchtend, warum es nicht endlich auch dieses Format im islamischen deutschsprachigen Verlagsbereich geben kann.

 

 

Tolino vs. Kindle…

Nachdem ich beide Systeme jetzt schon ein paar Jahre lange testen durfte, scheinen meine Präferenzen derzeit definitiv beim Kindle zu liegen.

Das hat mehrere Gründe:

  1. Im Bereich SciFi/Fantasy/Horror hat Amazon mehr zu bieten. Zudem bekomme ich schneller irgendwelche Aktionen mit. Da der deutsche (E-Book-)Markt mittlerweile genauso an die Buchpreisbindung gekoppelt ist, muss man schon sämtliche Newsletter abonnieren, um von Preisaktionen der Verlage zu profitieren.
  2. Der technische Aspekt: Tolino wurde bis Anfang dieses Jahres von der Telekom technisch betreut. Mein Fazit: genauso mittelmäßig begabt wie auch ihre Telefonanschlüsse ist die Aufarbeitung von Bugs und anderen Problemen. Die Adobe Digital Editions sind das nächste Manko. Meist kann ich nur darauf hoffen, dass sich besagtes Programm ohne große Mätzchen öffnet, das Überspielen der eBooks ist zudem ein zeitraubendes Ärgernis. Tolino ist mittlerweile von einem japanischen Konglomerat gekauft worden und da habe ich doch deutlich mehr Hoffnungen, dass Tolino endlich mal so einfach wie Kindle zu bedienen ist.
  3. Beim Kauf eines Kindle erhält man automatisch eine Kindle-E-Mail-Adresse. Das erleichtert den Erwerb von E-Books ungemein. Denn ich kann – sofern möglich – meine mobi-Dateien direkt vom PC an meinen Kindle senden, WLAN ist in dem Falle natürlich ungemein von Vorteil. Tolino baut leider immer noch auf den Adobe-Mist.
  4. Die Titelflut ist bei Amazon ungleich größer, obwohl man leider auch teilweise benachteiligt ist. Denn entscheidet ein Autor bzw. Verlag, dass sein Buch nur in einigen Teilen der Welt erhältlich sein darf, kann man die beste Kreditkarte der Welt besitzen und es klappt schlicht mit dem Kauf nicht. Ist mir schon passiert – mit einem neuen Buch von F. Paul Wilson.
  5. Preisvergleiche sollten bei englischen Büchern, sofern bei beiden Portalen erhältlich, unbedingt erfolgen! Bei englischen Titeln gibt es durchaus großen Unterschiede – Vorteil: Kindle.

 

Derzeit überwiegen die Vorteile eindeutig beim Kindle. Insofern sich bei Tolino nicht bald was tut, selbst was den Erwerb von e-Books direkt über das Gerät betrifft, sehe ich nicht mehr ein, mich weiterhin an dieses Gerät zu binden. Sorry, Leute. Die Stadtbücherei mag vielleicht für viele Käufer ein weiterer Kaufanreiz sein, für mich jedoch nicht.

E-Reader kontra „Holzbuch“….

Jetzt ziehe ich mal nach ca. einem Jahr E-Reader ein Fazit:

Beides (Buch und Reader) hat Vor- und Nachteile:

1. Der E-Reader ist leicht, passt in jede Tasche, kann also jederzeit eingepackt oder ausgepackt werden.

2. Das Buch muss nicht aufgeladen werden; beim E-Reader ist es bei mir nach etwa 7 bis 10 Tagen soweit, ihn wieder ans Netz zu stöpseln.

3. Meine E-Books kann ich mir zwar teils ausleihen (spez. Programm), man kann die E-Books jedoch nicht an andere Personen ausleihen.

4. Ansonsten kann es auch ins Geld gehen, denn ironischerweise passen zwar weniger Bücher in ein physisches Regal, aber man mistet doch schneller mal aus, als es bei E-Books der Fall ist. Man verliert auch dummerweise beim Reader schneller die Übersicht, was man denn schon gelesen hat, aber scheinbar greift bei mir das Tasten-Lesen-Blättern besser….

5. Man ist in Sachen Portalen doch etwas eingeschränkt: Kindle-Bücher mögen sich nicht auf zB. Tolino-Readern und E-Books aus Onlineshops ausser Amazon mögen keinen Kindle. In Sachen muslimischen E-Books ist allerdings der Markt auf Amazon deutlich grösser. (etwa dreimal soviele, deutsch- und fremdsprachige). Das Buch kann sich sein Regal glücklicherweise nicht ausssuchen…

6. Es ist schneller einzuschätzen bei haptischen Büchern, wie lange man noch brauchen wird, das ist im Gegensatz dazu bei E-Books schlecht einschätzbar. Ergo: im Bett am Abend macht das Lesen mit dem Buch deutlich mehr Spass!

7. Ich persönlich kann in physischen Büchern schneller blättern und finde bestimmte Stellen auch schneller, das kann allerdings auch daran liegen, dass ich mit Büchern schon ein wenig länger lebe und leide als mit meinem Reader.

8. Meinen Bleistift habe ich für Notizen oder Markierungen schneller zur Hand als ich in meinem Hirn wieder rumkrame, welche Taste denn nun für welche Funktion da war? Ausserdem kann ich mir ebenjene Stellen mit Bleistift markiert besser merken…

9. Autsch: wenn  ich grad nix als Lesezeichen finde, knicke ich auch mal ne Ecke um…kann ich beim Reader nicht machen, würd ja auch komisch beim Lesen sein. Die Lesezeichenfunktion allerdings kann ich mir sparen, denn der Reader speichert automatisch die letzte Seite, die ich gelesen habe.

10. Beides ist wirklich schön. Der E-Reader im Urlaub, für zuhause aber gerne die Buchversion…Den Quran allerdings bevorzuge ich tatsächlich als Buch.

11. Hmmh, dieses Jahr werde ich mir noch insh’allah den tolino zulegen, das liegt aber nur daran, dass ich viele Leseexemplare als eTicket nicht auf dem Kindle lesen kann. Ausserdem kann man dann auch in der Stadtbücherei Bücher ausleihen, das ist doch schon mal was.

Hier nochmals zum Vergleich:

Der Kindle in der einfachsten (und damit günstigsten) Variante

Der Tolino (Telekomshop, Weltbild, Thalia, Hugendubel) 

„Was nicht sein darf“ – Sam Jordan (Kindle-Version)

Diesen Tipp hier habe ich via Mail erhalten (Danke nochmals dafür!) und mir das E-Book gleich runtergeladen. (Achtung: Gleich vorweg: Das gibt es nur als Kindle-Version!)

Es wird als Jugendroman klassifiziert und da gehört es tatsächlich auch hin. Erwachsene können ihn natürlich auch lesen 🙂

 

Alexander, die Hauptperson, ist ein 18-jähriger junger Mann, der gerade sein Abitur hinter sich hat und mit seiner Freundin einen Trip durch die USA plant. Auf dem Weg zum Reisebüro lässt er an der Tankstelle seine Geldbörse auf dem Autodach liegen und fährt los. Tarek, ein BWL-Student, der gegenüber wohnt, rennt ihm hinterher. Alexanders Eltern bestehen darauf, Tarek einen Finderlohn zu geben und so fährt er am nächsten Morgen zu Tareks Elternhaus. Dabei wird er allerdings Zeuge, wie Tarek von zwei Männern im Anzug weggeführt wird und Alexander gerät gleich mit ins Visier. Zunächst hält er das Ganze allerdings für einen Scherz….

 

Dieses Buch scheint ein Erstlingswerk zu sein, eine Autorenseite gab es nicht, zum Buch nur den üblichen Klappentext. So kann ich zum Autoren „Sam Jordan“ leider nichts weiter sagen. Der Preis von 2,99€ ist für 160 Seiten als günstig einzustufen. Einige Rechtschreibfehler sind zu finden, fallen aber nicht wirklich weiter auf, dennoch könnte man den Text ggf. in der zweiten Auflage nochmals Korrektur lesen lassen, ist ja alles möglich. Der Text war angenehm zu lesen, sprachlich an Jugendliche angepasst. Die Hauptfiguren waren recht gut ausgearbeitet, was bei Ich-Erzählern gerade bei niedrigeren Seitenzahlen schwierig ist.

 

Was mir auch gut gefallen hat, war das Ende, denn es gab nicht den „Ta ta-Konvertierungs-Paukenschlag“, den man durchaus fast erwarten könnte und: es ist ein Open End, man kann sich den Weg von Alexander selbst zusammenstricken, so man das möchte.Man weiss danach weder, wer die Drahtzieher waren, noch, wie es mit Alexnader weitergeht.

 

Durchaus lohnenswert und ich habe dem Buch 4 von 5 Sternen gegeben, das hat aber eher mit der Aufteilung und Gesamtgestaltung zu tun.

 

 

„ausgerechnet Islam“

ausgerechnetislamEndlich habe ich es geschafft! Nachdem ich mich vor ein paar Wochen auch noch öffentlich darüber ausgelassen habe, dass ich keine Konvertitenstories mag, weil sie ja im Grunde genommen immer gleich beschaffen sind, wurde ich ein paar Tage später von Chadidscha Be, der Bloggerin von http://www.ausgerechnet-islam.com, gebeten, mal ihr Buch zu lesen und vorzustellen.

Ich fing an und dachte mir nach den ersten paar Seiten: „Oh je, da hast du den Mund aber wieder zu voll genommen!“ – Richtig: auf den ersten Seiten erklärt sie, wie sie zum Islam kam und welche Einstellungen ihr gegenüber sich geändert hatten und veränderten, meist nicht zum Vorteil.

Ihr Buch – die Zusammenfassung ihrer Blogartikel – liest sich trotz eben jener ersten Seiten – hervorragend und ist eben vor allem für jene gedacht, die sich erwachsen genug dafür fühlen, auch mal über sich selbst zu reflektieren. Oftmals dachte ich: „Hut ab! So klar hätte ich das nicht zu sagen vermocht!“ oder die Gedanken in ihren Texten kamen mir sehr bekannt vor, jedoch brachte sie meist einen neuen, nachdenkenswerten Ansatz hervor.

Was mich sehr verblüffte, war ihre schonungslose Offenheit und Ehrlichkeit – vor allem zu sich selbst. Meist wage ich nicht mal, an gewisse Dinge zu denken, geschweige denn, sie auch auszusprechen!

Ihr Blog und ihr Buch natürlich sind sowohl an Muslime als auch an nicht-Muslime gerichtet, die Sprache ist klar und nicht  durchgeistigt (das kann durchaus auch mal der Fall bei Konvertiten sein – was mich immer dazu bringt, das Buch gaaaaannnnz schnell wegzulegen….).

Überblättert hatte ich immer schnell die Gedichte (sorry!), aber ich bin kein Lyrikfan…die aber den Text ziemlich auflockern.

Die Preisgestaltung ist für mich nicht ganz so klar, aber das muss der Verleger besser wissen. Ich kenne eher die Faustformel: Papierfassung (Preis) abzüglich 10-15% ergibt den Preis für das eBook. Nun ja, umso besser für alle Reader-Inhaber, denn dieses ist mit 4,99€ deutlich günstiger als die Papiervariante, die mit 15,95€ zu Buche schlägt!

Da mir die Autorin ihr Buch als pdf zur Verfügung stellte (jazakullah khairan nochmals!) kann ich leider nur aus dem Netz die Daten für die Seitenanzahl nehmen.

Alles in allem ein wunderbares Buch für die Nicht-Muslime, die gerne über ihren eigenen Balkon hinausschauen und natürlich für Muslime, die auch gerne mal über ihre eigenen Vorbehalte schmunzeln können.

Allerdings fand ich das Cover nicht so toll, eher fast zu bieder. Wahrscheinlich werden das Buch leute kaufen, die den Blog ziemlich mögen und die dieses dann weiterempfehlen. Das Cover kann niemanden vom Hocker reissen…(hüstel, ich kenn mich natürlich auch nicht so aus, bin aber auch ein Augenmensch)

 

ausgerechnet Islam – ein folgenschwerer Blick vom Balkon (Amazon)

Nur als eBook für Nicht-Kindle-Besitzer hier abenfalls für 4,99€ (Hugendubel, Thalia, Weltbild, Telekom)

von Chadidscha Be (Christine Berner)

erhältlich als eBook 4,99€/Buch 15,95€

ca. 208 Seiten

Al-Badr „Die Schlüssel des Guten“ (Kindle-Version)


Die Schlüssel des Guten

Autor: Abdurrazaq bin Abdulmuhsin al-Badr
Verlag: Islamische Schriften Verlag
1. Auflage 2013
ISBN-13:  978-3-942682-15-2
Broschiert, ca. 114 Seiten für 8,50€
bzw. als Kindle-Edition: 4,07€

Dank des Bruders des Buchblogs islamische-buecher-auf-deutsch bin ich auf die Kindle-Edition dieses Buches gestossen.
Sehr viele Titel als Kindle-Version für Muslime gibt es derzeit ja nicht zu kaufen, doch wolte ich es mal austesten, wie sich denn ein islamischer Titel auf dem Kindle so macht. (zu den technischen Eigenheiten komme ich dann noch.)

„Die Schlüssel des Guten“ kann man nach dem Lesen und Studieren durchaus als Titel unter die Rubrik Charakterreinigung (Tazkiyya) einreihen und von daher möchte ich ganz vorsichtig einschätzen, dass es tatsächlich weniger für den Neukonvertiten, am wenigsten jedoch für den Islaminteressierten geeignet ist.  (wobei so ein wenig Charakterreinigung dem einen oder anderen gut zu Gesicht stünde).

Titel zur Tazkiyya gibt es wohl einige, die mal mehr oder weniger umfassend sind, „Die Schlüssel des Guten“ ist recht dünn und kann man auch gerne mit dem Titel „Tazkiyyatu-Nafs“ von Ahmad von Deffer (IZ München) vergleichen vom Inhalt. Das Buch teilt sich in zwei Hauptbereiche und zwar einmal werden sämtliche „Schlüssel“ zum Guten und Schlechten aufgeführt, im zweiten Teil geht der Autor dann darauf ein, wie man zum Schüssel des Guten wird.

Wo sich von Denffer noch allgemein äusserte, geht hier der Autor noch ein Stück weiter und lässt tatsächlich auch mal Kritik laut werden, auch wenn es selten ist: „Schätze also niemals die Taten von anderen gering, denn du tust Gutes und er tut Gutes.“

Alles in allem eine sehr aufschlussreiche Lektüre, wobei mir mehrere Dinge wieder mal ins Auge sprangen:

– das Wort „Altvordere“ kenne ich tatsächlich nur aus dem Bereich der High-Fantasy, von daher ist die Übersetzung vielleicht ein wenig ungünstig.

– die Gestaltung des Textes, so wären tatsächlich Einschübe und klarere Abstände zwischen den Überschriften (nicht allen) und dem Text besser für die Übersichtlichkeit.

– für Liebhaber von gepflegter (deutscher) Sprache sind islamische Bücher  keine einfache Kost, meist reihen sich Hauptsätze an Hauptsätze, selten gibt es Sätze, die auch mal gewieftere Konstruktionen bilden. Oft sind es nur Aufzählungen, die den Einsatz von Kommas verlangen. Ein Lektorat wäre diesbezüglich schon eine ziemliche Verbesserung. (das ist allerdings allgemein zu betrachten  – das gilt nicht nur für diesen Titel)

Ich selbst habe die Kindle-Edition mit 4 von 5 Sternen bewertet, das lag aber auch mit daran, dass der Anhang nicht technisch abgetrennt war vom Haupttext (ein „upps?“ war von mir die Reaktion). Die Printversion konnte ich nicht bewerten, da sie mir nicht vorliegt und von daher kann ich Interessierten nur raten, sich das Buch zuzulegen und es genau unter die Lupe zu nehmen.

„Die Schlüssel des Guten“

Die Schlüssel des Guten

Autor: Abdurrazaq bin Abdulmuhsin al-Badr
Verlag: Islamische Schriften Verlag
1. Auflage 2013
ISBN-13:  978-3-942682-15-2
Broschiert, ca. 114 Seiten für 8,50€
bzw. als Kindle-Edition: 4,07€

Dank des Bruders des Buchblogs islamische-buecher-auf-deutsch bin ich auf die Kindle-Edition dieses Buches gestossen.
Sehr viele Titel als Kindle-Version für Muslime gibt es derzeit ja nicht zu kaufen, doch wolte ich es mal austesten, wie sich denn ein islamischer Titel auf dem Kindle so macht. (zu den technischen Eigenheiten komme ich dann noch.)

„Die Schlüssel des Guten“ kann man nach dem Lesen und Studieren durchaus als Titel unter die Rubrik Charakterreinigung (Tazkiyya) einreihen und von daher möchte ich ganz vorsichtig einschätzen, dass es tatsächlich weniger für den Neukonvertiten, am wenigsten jedoch für den Islaminteressierten geeignet ist.  (wobei so ein wenig Charakterreinigung dem einen oder anderen gut zu Gesicht stünde).

Titel zur Tazkiyya gibt es wohl einige, die mal mehr oder weniger umfassend sind, „Die Schlüssel des Guten“ ist recht dünn und kann man auch gerne mit dem Titel „Tazkiyyatu-Nafs“ von Ahmad von Deffer (IZ München) vergleichen vom Inhalt. Das Buch teilt sich in zwei Hauptbereiche und zwar einmal werden sämtliche „Schlüssel“ zum Guten und Schlechten aufgeführt, im zweiten Teil geht der Autor dann darauf ein, wie man zum Schlüssel des Guten wird.

Wo sich von Denffer noch allgemein äusserte, geht hier der Autor noch ein Stück weiter und lässt tatsächlich auch mal Kritik laut werden, auch wenn es selten ist: „Schätze also niemals die Taten von anderen gering, denn du tust Gutes und er tut Gutes.“

Alles in allem eine sehr aufschlussreiche Lektüre, wobei mir mehrere Dinge wieder mal ins Auge sprangen:

– das Wort „Altvordere“ kenne ich tatsächlich nur aus dem Bereich der High-Fantasy, von daher ist die Übersetzung vielleicht ein „wenig“ ungünstig.

– die Gestaltung des Textes, so wären tatsächlich Einschübe und klarere Abstände zwischen den Überschriften (nicht allen) und dem Text besser für die Übersichtlichkeit.

– für Liebhaber von gepflegter (deutscher) Sprache sind islamische Bücher  keine einfache Kost, meist reihen sich Hauptsätze an Hauptsätze, selten gibt es Sätze, die auch mal gewieftere Konstruktionen bilden. Oft sind es nur Aufzählungen, die den Einsatz von Kommas verlangen. Ein Lektorat wäre diesbezüglich schon eine ziemliche Verbesserung. (das ist allerdings allgemein zu betrachten  – das gilt nicht nur für diesen Titel)

Ich selbst habe die Kindle-Edition mit 4 von 5 Sternen bewertet, das lag aber auch mit daran, dass der Anhang nicht technisch abgetrennt war vom Haupttext (ein „upps?“ war von mir die Reaktion). Die Printversion konnte ich nicht bewerten, da sie mir nicht vorliegt und von daher kann ich Interessierten nur raten, sich das Buch zuzulegen und es genau unter die Lupe zu nehmen.

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