Archiv der Kategorie: ebook

Warum Verlage scheitern

Ich bin oft im Netz unterwegs, um Neuerscheinungen, Trends oder Neuigkeiten in Sachen Buch aufzuschnappen. Und oftmals reibe ich mir verdutzt die Augen, weil wieder mal ein kleiner Verlag aufgegeben hat oder gar in einem großen aufging.

Im muslimischen Buchmarkt geht das oft viel schneller vonstatten, denn es gibt tatsächlich nur 2 bis 3 große Player am Markt und viele Verlage machen so wenig Werbung, dass es fast ein Wunder ist, wenn das Buch auch mal verkauft wird.

Was also machen Islamische Bibliothek und Darulkitab sowie Rauda/Granada  richtig?

  • Es gibt jedes Jahr mindestens 2 neue Titel im Sortiment.
  • Es gibt genügend Titel im Sortiment. Ein Verlag kann sich nicht auf zwei Büchern ausruhen. Das wird in der allerersten Zeit gutgehen, danach scheitert man allerdings grandios.
  • Sie machen genug Werbung. Ähnlich wie Amazon muss man seinen potentiellen Lesern mit Newslettern u.ä. auf die Pelle rücken.
  • Die Bücher sind qualitativ hochwertig. Wenn das Druckbild mies ist, wird es für den Leser eher zur Qual.
  • Man nimmt die Leser ernst. Das merken auch große Publikumsverlage, die sich sehr viel früher nicht um die Kunden scherten. Ganz großes Beispiel: Cecilia Ahern gab es immer auf deutsch mit blauem Hintergrund und weißer Schrift. Irgendwann dachte sich ein schlauer Mensch: wir können das ja mal ändern. Prompt verkaufte sich der Titel nicht mal halb so gut, denn rostbraunes Cover mit weißer Schrift – das war nicht Cecelia Ahern.
  • Frag die Buchhändler. Niemand kann Fragen zu Kundenwünschen und Trends besser als sie beantworten.
  • Vernetze dich mit Buchmenschen. Das können Blogger u.ä. sein, denn die machen Werbung und sind meistens keine hochtrabenden Rezensenten, die von irgendeiner Stelle dafür bezahlt werden. Blogger und andere gut vernetzte Menschen lesen gerne und wollen ihre Vorliebe/Hobbys nur an andere weitergeben.
  • Beantworte E-Mails und Briefe. Auch zeitnah. Nichts ist nervender für einen Leser (oder Blogger), wenn man nicht ernst genommen wird.
  • Schau nicht aufs Geld. Einen Verlag zu gründen würde ich jedem abraten, der nur Dollarzeichen in den Augen hat. Bis ein Verlag wirklich Profit abwirft und etabliert ist, dauert es Jahre. Verlagsgründer sind in der Regeln Idealisten und Individualisten. Wenn man ein tolles Buch geschrieben oder übersetzt hat, wird man nicht gleich einen neuen Verlag gründen, es sei denn, Punkt 1 und 2 treffen auf dich zu.
  • Halte dich an die Regeln, siehe Urheberrecht und geltendes deutsches Recht in Sachen Buch. Ich sage nur Buchpreisbindung.
  • Versuche, deinen Dunstkreis zu erweitern. Dein Buch kann besser und leichter bestellt werden, wenn es auch eine ISBN hat. In jeder Buchhandlung.
  • Respektiere deinen Kunden und damit deinen Leser. Du willst etwas verkaufen und brauchst Käufer, die im besten Fall dein Buch auch weiterempfehlen. Gehe an die Öffentlichkeit! Bislang kenne ich nur einen Verlag, der auch Lesungen veranstaltet hatte, und das war der Narrabila-Verlag. Es muss ja nicht gleich eine Lesung sein, aber Webinare o.ä. wären für Leser und potentielle Kunden eine tolle Erfahrung.

 

Lustig fand ich eine Geschichte, als es vor einiger Zeit zu einer sehr fruchtbaren Diskussion kam in Sachen eBooks von islamischen Verlagen. Richtig: die gibt es auf deutsch kaum.

Auf Facebook diskutierten wir also, warum eBooks doch eine gesunde Bereicherung für den muslimischen Leser wären. Altes Lied: ca. 50% lehnten von vornherein die Vorstellung ab, sich einen Reader zuzulegen, da das Erlebnis mit dem „richtigen Buch“ unübertroffen wäre. (PS: Ich war auch mal so und klar: mit einem „richtigen Buch“ ist das Lesen gleich viel schöner. Mittlerweile wäge ich allerdings ab, ob ich das Buch wirklich haptisch zuhause haben möchte oder ob es reicht, es auf einem Reader zu haben.)

Ein Verlagsinhaber meldete sich und merkte an, dass ein eBook von seinen Kunden noch nicht angefragt worden wäre. Ich schaute mir also seine Seite an und musste unwillkürlich grinsen: dieser Verlag hatte genau EINEN Titel im Programm. EINEN! Und dazu noch sehr speziellen. Nämlich in Sachen Ramadan. Das wäre ungefähr so, als würde ein Geschenkbuchverlag wie Groh oder Coppenrath nur noch Bücher zur Hochzeit herausbringen. Und da dieser Verlag keine Werbung gemacht hatte (- kleine Anmerkung: das muss echt ein Toptitel sein, wenn es zur Mundpropaganda kommen soll – ) wusste ich nicht mal, dass es a) diesen Verlag gab und b) dass er ein Buch herausgebracht hatte. Klar, dass dann kein Käufer nach einem eBook fragt.

Der muslimische Buchmarkt ist trotz der zunehmenden Fülle an Titeln immer noch sehr überschaubar. Und die Leserschaft auch. Tatsächlich liegen die Auflagen der Titel bei 500 bis 2000 Exemplaren. Mehr nicht. Und damit kann kein Verlag wirklich Profit machen.

 

Über ein Like oder Kommentar würde ich mich sehr freuen.

Advertisements

Kurzes Update zum Verlag #Islamische Schriften

islamische schriftenNachdem ich mich ja im Zuge der Rezension von al-Badrs „Die Schlüssel des Guten“ unglaublich gefreut hatte, dass man endlich mal islamische (deutschsprachige!) Bücher auch als eBook bekommt, muss ich wieder zurückrudern und mich wahrscheinlich ärgern.

Wie einige von euch mittlerweile mitbekommen haben, hatte der Verlag Islamische Schriften vor einiger Zeit seinen Vertrieb eingestellt. Ob er in der Form als Verlag noch existiert, weiß ich leider nicht, kann aber gern mal nachhaken.

Dummerweise gibt es – aus u.a. diesem Grund – (Amazon hatte zwischenzeitlich nochmals seine technische und rechtliche Überlegenheit im Selfpublishing-Bereich demonstriert) keinerlei eBooks mehr aus diesem Verlag.

Es waren ja schon generell nicht soviele Titel, aber ich war dankbar, dass es endlich jemandem einfiel, mal auf diesen Zug aufzuspringen.

Dass man Mammutwerke (in gedruckter Form A4-Format und mehr als 450 Seiten) nicht als eBook herausbringen möchte, ist in Ordnung. Aber bei kleineren Formaten?

Technisch gesehen hat sich im Selfpublishing-Bereich unglaublich viel getan, von daher ist es für mich nicht einleuchtend, warum es nicht endlich auch dieses Format im islamischen deutschsprachigen Verlagsbereich geben kann.

 

 

Tolino vs. Kindle…

Nachdem ich beide Systeme jetzt schon ein paar Jahre lange testen durfte, scheinen meine Präferenzen derzeit definitiv beim Kindle zu liegen.

Das hat mehrere Gründe:

  1. Im Bereich SciFi/Fantasy/Horror hat Amazon mehr zu bieten. Zudem bekomme ich schneller irgendwelche Aktionen mit. Da der deutsche (E-Book-)Markt mittlerweile genauso an die Buchpreisbindung gekoppelt ist, muss man schon sämtliche Newsletter abonnieren, um von Preisaktionen der Verlage zu profitieren.
  2. Der technische Aspekt: Tolino wurde bis Anfang dieses Jahres von der Telekom technisch betreut. Mein Fazit: genauso mittelmäßig begabt wie auch ihre Telefonanschlüsse ist die Aufarbeitung von Bugs und anderen Problemen. Die Adobe Digital Editions sind das nächste Manko. Meist kann ich nur darauf hoffen, dass sich besagtes Programm ohne große Mätzchen öffnet, das Überspielen der eBooks ist zudem ein zeitraubendes Ärgernis. Tolino ist mittlerweile von einem japanischen Konglomerat gekauft worden und da habe ich doch deutlich mehr Hoffnungen, dass Tolino endlich mal so einfach wie Kindle zu bedienen ist.
  3. Beim Kauf eines Kindle erhält man automatisch eine Kindle-E-Mail-Adresse. Das erleichtert den Erwerb von E-Books ungemein. Denn ich kann – sofern möglich – meine mobi-Dateien direkt vom PC an meinen Kindle senden, WLAN ist in dem Falle natürlich ungemein von Vorteil. Tolino baut leider immer noch auf den Adobe-Mist.
  4. Die Titelflut ist bei Amazon ungleich größer, obwohl man leider auch teilweise benachteiligt ist. Denn entscheidet ein Autor bzw. Verlag, dass sein Buch nur in einigen Teilen der Welt erhältlich sein darf, kann man die beste Kreditkarte der Welt besitzen und es klappt schlicht mit dem Kauf nicht. Ist mir schon passiert – mit einem neuen Buch von F. Paul Wilson.
  5. Preisvergleiche sollten bei englischen Büchern, sofern bei beiden Portalen erhältlich, unbedingt erfolgen! Bei englischen Titeln gibt es durchaus großen Unterschiede – Vorteil: Kindle.

 

Derzeit überwiegen die Vorteile eindeutig beim Kindle. Insofern sich bei Tolino nicht bald was tut, selbst was den Erwerb von e-Books direkt über das Gerät betrifft, sehe ich nicht mehr ein, mich weiterhin an dieses Gerät zu binden. Sorry, Leute. Die Stadtbücherei mag vielleicht für viele Käufer ein weiterer Kaufanreiz sein, für mich jedoch nicht.

E-Reader kontra „Holzbuch“….

Jetzt ziehe ich mal nach ca. einem Jahr E-Reader ein Fazit:

Beides (Buch und Reader) hat Vor- und Nachteile:

1. Der E-Reader ist leicht, passt in jede Tasche, kann also jederzeit eingepackt oder ausgepackt werden.

2. Das Buch muss nicht aufgeladen werden; beim E-Reader ist es bei mir nach etwa 7 bis 10 Tagen soweit, ihn wieder ans Netz zu stöpseln.

3. Meine E-Books kann ich mir zwar teils ausleihen (spez. Programm), man kann die E-Books jedoch nicht an andere Personen ausleihen.

4. Ansonsten kann es auch ins Geld gehen, denn ironischerweise passen zwar weniger Bücher in ein physisches Regal, aber man mistet doch schneller mal aus, als es bei E-Books der Fall ist. Man verliert auch dummerweise beim Reader schneller die Übersicht, was man denn schon gelesen hat, aber scheinbar greift bei mir das Tasten-Lesen-Blättern besser….

5. Man ist in Sachen Portalen doch etwas eingeschränkt: Kindle-Bücher mögen sich nicht auf zB. Tolino-Readern und E-Books aus Onlineshops ausser Amazon mögen keinen Kindle. In Sachen muslimischen E-Books ist allerdings der Markt auf Amazon deutlich grösser. (etwa dreimal soviele, deutsch- und fremdsprachige). Das Buch kann sich sein Regal glücklicherweise nicht ausssuchen…

6. Es ist schneller einzuschätzen bei haptischen Büchern, wie lange man noch brauchen wird, das ist im Gegensatz dazu bei E-Books schlecht einschätzbar. Ergo: im Bett am Abend macht das Lesen mit dem Buch deutlich mehr Spass!

7. Ich persönlich kann in physischen Büchern schneller blättern und finde bestimmte Stellen auch schneller, das kann allerdings auch daran liegen, dass ich mit Büchern schon ein wenig länger lebe und leide als mit meinem Reader.

8. Meinen Bleistift habe ich für Notizen oder Markierungen schneller zur Hand als ich in meinem Hirn wieder rumkrame, welche Taste denn nun für welche Funktion da war? Ausserdem kann ich mir ebenjene Stellen mit Bleistift markiert besser merken…

9. Autsch: wenn  ich grad nix als Lesezeichen finde, knicke ich auch mal ne Ecke um…kann ich beim Reader nicht machen, würd ja auch komisch beim Lesen sein. Die Lesezeichenfunktion allerdings kann ich mir sparen, denn der Reader speichert automatisch die letzte Seite, die ich gelesen habe.

10. Beides ist wirklich schön. Der E-Reader im Urlaub, für zuhause aber gerne die Buchversion…Den Quran allerdings bevorzuge ich tatsächlich als Buch.

11. Hmmh, dieses Jahr werde ich mir noch insh’allah den tolino zulegen, das liegt aber nur daran, dass ich viele Leseexemplare als eTicket nicht auf dem Kindle lesen kann. Ausserdem kann man dann auch in der Stadtbücherei Bücher ausleihen, das ist doch schon mal was.

Hier nochmals zum Vergleich:

Der Kindle in der einfachsten (und damit günstigsten) Variante

Der Tolino (Telekomshop, Weltbild, Thalia, Hugendubel) 

„Was nicht sein darf“ – Sam Jordan (Kindle-Version)

Diesen Tipp hier habe ich via Mail erhalten (Danke nochmals dafür!) und mir das E-Book gleich runtergeladen. (Achtung: Gleich vorweg: Das gibt es nur als Kindle-Version!)

Es wird als Jugendroman klassifiziert und da gehört es tatsächlich auch hin. Erwachsene können ihn natürlich auch lesen 🙂

 

Alexander, die Hauptperson, ist ein 18-jähriger junger Mann, der gerade sein Abitur hinter sich hat und mit seiner Freundin einen Trip durch die USA plant. Auf dem Weg zum Reisebüro lässt er an der Tankstelle seine Geldbörse auf dem Autodach liegen und fährt los. Tarek, ein BWL-Student, der gegenüber wohnt, rennt ihm hinterher. Alexanders Eltern bestehen darauf, Tarek einen Finderlohn zu geben und so fährt er am nächsten Morgen zu Tareks Elternhaus. Dabei wird er allerdings Zeuge, wie Tarek von zwei Männern im Anzug weggeführt wird und Alexander gerät gleich mit ins Visier. Zunächst hält er das Ganze allerdings für einen Scherz….

 

Dieses Buch scheint ein Erstlingswerk zu sein, eine Autorenseite gab es nicht, zum Buch nur den üblichen Klappentext. So kann ich zum Autoren „Sam Jordan“ leider nichts weiter sagen. Der Preis von 2,99€ ist für 160 Seiten als günstig einzustufen. Einige Rechtschreibfehler sind zu finden, fallen aber nicht wirklich weiter auf, dennoch könnte man den Text ggf. in der zweiten Auflage nochmals Korrektur lesen lassen, ist ja alles möglich. Der Text war angenehm zu lesen, sprachlich an Jugendliche angepasst. Die Hauptfiguren waren recht gut ausgearbeitet, was bei Ich-Erzählern gerade bei niedrigeren Seitenzahlen schwierig ist.

 

Was mir auch gut gefallen hat, war das Ende, denn es gab nicht den „Ta ta-Konvertierungs-Paukenschlag“, den man durchaus fast erwarten könnte und: es ist ein Open End, man kann sich den Weg von Alexander selbst zusammenstricken, so man das möchte.Man weiss danach weder, wer die Drahtzieher waren, noch, wie es mit Alexnader weitergeht.

 

Durchaus lohnenswert und ich habe dem Buch 4 von 5 Sternen gegeben, das hat aber eher mit der Aufteilung und Gesamtgestaltung zu tun.

 

 

„ausgerechnet Islam“

ausgerechnetislamEndlich habe ich es geschafft! Nachdem ich mich vor ein paar Wochen auch noch öffentlich darüber ausgelassen habe, dass ich keine Konvertitenstories mag, weil sie ja im Grunde genommen immer gleich beschaffen sind, wurde ich ein paar Tage später von Chadidscha Be, der Bloggerin von http://www.ausgerechnet-islam.com, gebeten, mal ihr Buch zu lesen und vorzustellen.

Ich fing an und dachte mir nach den ersten paar Seiten: „Oh je, da hast du den Mund aber wieder zu voll genommen!“ – Richtig: auf den ersten Seiten erklärt sie, wie sie zum Islam kam und welche Einstellungen ihr gegenüber sich geändert hatten und veränderten, meist nicht zum Vorteil.

Ihr Buch – die Zusammenfassung ihrer Blogartikel – liest sich trotz eben jener ersten Seiten – hervorragend und ist eben vor allem für jene gedacht, die sich erwachsen genug dafür fühlen, auch mal über sich selbst zu reflektieren. Oftmals dachte ich: „Hut ab! So klar hätte ich das nicht zu sagen vermocht!“ oder die Gedanken in ihren Texten kamen mir sehr bekannt vor, jedoch brachte sie meist einen neuen, nachdenkenswerten Ansatz hervor.

Was mich sehr verblüffte, war ihre schonungslose Offenheit und Ehrlichkeit – vor allem zu sich selbst. Meist wage ich nicht mal, an gewisse Dinge zu denken, geschweige denn, sie auch auszusprechen!

Ihr Blog und ihr Buch natürlich sind sowohl an Muslime als auch an nicht-Muslime gerichtet, die Sprache ist klar und nicht  durchgeistigt (das kann durchaus auch mal der Fall bei Konvertiten sein – was mich immer dazu bringt, das Buch gaaaaannnnz schnell wegzulegen….).

Überblättert hatte ich immer schnell die Gedichte (sorry!), aber ich bin kein Lyrikfan…die aber den Text ziemlich auflockern.

Die Preisgestaltung ist für mich nicht ganz so klar, aber das muss der Verleger besser wissen. Ich kenne eher die Faustformel: Papierfassung (Preis) abzüglich 10-15% ergibt den Preis für das eBook. Nun ja, umso besser für alle Reader-Inhaber, denn dieses ist mit 4,99€ deutlich günstiger als die Papiervariante, die mit 15,95€ zu Buche schlägt!

Da mir die Autorin ihr Buch als pdf zur Verfügung stellte (jazakullah khairan nochmals!) kann ich leider nur aus dem Netz die Daten für die Seitenanzahl nehmen.

Alles in allem ein wunderbares Buch für die Nicht-Muslime, die gerne über ihren eigenen Balkon hinausschauen und natürlich für Muslime, die auch gerne mal über ihre eigenen Vorbehalte schmunzeln können.

Allerdings fand ich das Cover nicht so toll, eher fast zu bieder. Wahrscheinlich werden das Buch leute kaufen, die den Blog ziemlich mögen und die dieses dann weiterempfehlen. Das Cover kann niemanden vom Hocker reissen…(hüstel, ich kenn mich natürlich auch nicht so aus, bin aber auch ein Augenmensch)

 

ausgerechnet Islam – ein folgenschwerer Blick vom Balkon (Amazon)

Nur als eBook für Nicht-Kindle-Besitzer hier abenfalls für 4,99€ (Hugendubel, Thalia, Weltbild, Telekom)

von Chadidscha Be (Christine Berner)

erhältlich als eBook 4,99€/Buch 15,95€

ca. 208 Seiten

Al-Badr „Die Schlüssel des Guten“ (Kindle-Version)


Die Schlüssel des Guten

Autor: Abdurrazaq bin Abdulmuhsin al-Badr
Verlag: Islamische Schriften Verlag
1. Auflage 2013
ISBN-13:  978-3-942682-15-2
Broschiert, ca. 114 Seiten für 8,50€
bzw. als Kindle-Edition: 4,07€

Dank des Bruders des Buchblogs islamische-buecher-auf-deutsch bin ich auf die Kindle-Edition dieses Buches gestossen.
Sehr viele Titel als Kindle-Version für Muslime gibt es derzeit ja nicht zu kaufen, doch wolte ich es mal austesten, wie sich denn ein islamischer Titel auf dem Kindle so macht. (zu den technischen Eigenheiten komme ich dann noch.)

„Die Schlüssel des Guten“ kann man nach dem Lesen und Studieren durchaus als Titel unter die Rubrik Charakterreinigung (Tazkiyya) einreihen und von daher möchte ich ganz vorsichtig einschätzen, dass es tatsächlich weniger für den Neukonvertiten, am wenigsten jedoch für den Islaminteressierten geeignet ist.  (wobei so ein wenig Charakterreinigung dem einen oder anderen gut zu Gesicht stünde).

Titel zur Tazkiyya gibt es wohl einige, die mal mehr oder weniger umfassend sind, „Die Schlüssel des Guten“ ist recht dünn und kann man auch gerne mit dem Titel „Tazkiyyatu-Nafs“ von Ahmad von Deffer (IZ München) vergleichen vom Inhalt. Das Buch teilt sich in zwei Hauptbereiche und zwar einmal werden sämtliche „Schlüssel“ zum Guten und Schlechten aufgeführt, im zweiten Teil geht der Autor dann darauf ein, wie man zum Schüssel des Guten wird.

Wo sich von Denffer noch allgemein äusserte, geht hier der Autor noch ein Stück weiter und lässt tatsächlich auch mal Kritik laut werden, auch wenn es selten ist: „Schätze also niemals die Taten von anderen gering, denn du tust Gutes und er tut Gutes.“

Alles in allem eine sehr aufschlussreiche Lektüre, wobei mir mehrere Dinge wieder mal ins Auge sprangen:

– das Wort „Altvordere“ kenne ich tatsächlich nur aus dem Bereich der High-Fantasy, von daher ist die Übersetzung vielleicht ein wenig ungünstig.

– die Gestaltung des Textes, so wären tatsächlich Einschübe und klarere Abstände zwischen den Überschriften (nicht allen) und dem Text besser für die Übersichtlichkeit.

– für Liebhaber von gepflegter (deutscher) Sprache sind islamische Bücher  keine einfache Kost, meist reihen sich Hauptsätze an Hauptsätze, selten gibt es Sätze, die auch mal gewieftere Konstruktionen bilden. Oft sind es nur Aufzählungen, die den Einsatz von Kommas verlangen. Ein Lektorat wäre diesbezüglich schon eine ziemliche Verbesserung. (das ist allerdings allgemein zu betrachten  – das gilt nicht nur für diesen Titel)

Ich selbst habe die Kindle-Edition mit 4 von 5 Sternen bewertet, das lag aber auch mit daran, dass der Anhang nicht technisch abgetrennt war vom Haupttext (ein „upps?“ war von mir die Reaktion). Die Printversion konnte ich nicht bewerten, da sie mir nicht vorliegt und von daher kann ich Interessierten nur raten, sich das Buch zuzulegen und es genau unter die Lupe zu nehmen.

MIN HAYATI - AUS MEINEM LEBEN

Meine Gedanken und Gefühle von dem, was mir begegnet und mich bewegt.

Perspektiven und Blickwinkel

Zwischen Sofa, Universität und Literatur.

Ink of Books

Gute Gedanken erfordern gute Tinte

Islamisches Wissen

- Erlerne die Grundlagen deiner Religion -

TheUjulala

Meine Bücher und Fotos

GOLDENDOTS

FASHION, TRAVEL & LIFESTYLE BLOG

der schwarze ritter

Verlag für Fantasy, Science Fiction, Graphic Novels

Halbmondschwarz

Schwarz-deutsch-antirassistisch-islamistisch-nonkonform

michaelaschreibt

Stories, Books, Music, and Arts

wirbelwind68

ich lebe intensiv und reflektiert

littlenecklessmonster_food

Food & Travelblog _"Das Geheimnis des Erfolges ist anzufangen."

Bücher die mich bewegen

Rezensionen und Vorstellungen meiner Lieblingsfilme und Bücher

Ahnenforschung Johne

Ahnenforschung von Michael Johne über seinen Stammbaum

die Laufeinheit

empfohlen von RUNNING