Archiv der Kategorie: Bücher

Neues Buch aus dem Kutubia-Verlag

Letztes Jahr – rechtzeitig vor Beginn des Ramadan – erschien ja aus dem Kutubia die deutschsprachige Übersetzung von Nureddin Yildiz unter dem Titel „Ramadan – Ein Monat des Fastens, nicht des Fastenbrechens“. Jetzt wurde ein neuer Titel veröffentlicht, nämlich „Das Gebet – Eine Reise in das Herz“, derzeit zum Preis von 9,90€.

Freundebücher für Muslime

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Für viele Eltern sind spätestens ab dem Grundschulalter der eigenen Kinder die Freundebücher vertraut, die dann sogar jeden Tag neu ins Haus flattern, um sorgfältig ausgefüllt zu werden.

Und viel später nimmt man sie dann immer wieder in die Hand, um darin zu blättern und sich freuen, sich zu erinnern und gegebenenfalls zu schmunzeln…

Jetzt hat der Ummati-Shop die ersten Freundebücher für muslimische Kinder herausgebracht: liebevoll gestaltete Bücher, die es in drei Ausgaben gibt und die Kinder an drei unterschiedliche Themen heranführt: Adam (a.s.), Nuh (a.s.) und Muhammad (saws). Natürlich enthalten diese Bücher Fragen nach dem Lieblingstier oder -farbe, doch sind diese Bücher islamkonform und enthalten eben keine Lieblingssänger oder Lieblingsfilme. Schön ist vor allem die Idee mit Fragen, die den Kindern gestellt werden, sodass sie am Ende auch Wissen zusammentragen und gemeinsam davon profitieren können.

Empfehlenswert für Kinder zwischen 4 und 9 Jahren, beim Ausfüllen sollten bei den ganz Kleinen die großen Geschwister und/oder Eltern helfen.

Erhältlich sind die Bücher sowohl über http://www.ummati-shop.de oder über die FB-Seite der Herausgeber.

Preis je Buch 12,95€, Staffelpreise können auf der Shopseite eingesehen werden.

 

Neuerscheinung aus dem Ilm-Verlag

rizq-17-wege-zur-vermehrung-der-versorgung_1Rizq – 17 Wege zur Vermehrung der Versorgung

Autor: Isam Ibn Abdirabbih  Mashahit

Verlag: Ilm Verlag

155 Seiten, Preis: 9,90€

Vorbestellbar auf basari.de, lieferbar insh’allah ab dem 13.06.18

Der Verlagstext dazu:

„Armut, Schulden, finanzielle Engpässe – Dinge, mit denen ein Großteil der Menschheit mehr oder weniger konfrontiert ist. Der Wunsch nach mehr Möglichkeiten, nach einem neuen Auto, nach einem komfortableren Leben – Ziele, die viele von uns verfolgen.

Doch, wie lassen sich finanzielle Probleme bewältigen und wie kann man es schaffen, seinen Lebensstandard zu verbessern? Ist fleißiges Arbeiten das einzige, was man tun muss? Muss man Kredite aufnehmen, Geld leihen? Oder sollte man gar Stehlen und Betrügen, nur um mehr Geld zu haben und seine Bedürfnisse zu stillen bzw. seine Träume zu verwirklichen?

In diesem geht der Autor dieser Frage nach. Er versucht darzulegen, was Allah und Sein Gesandter (sas) zu diesem Thema sagten. Eine Unterschung des Qur’an und der Hadith-Werke ergibt, dass es gültige Prinzpien gibt, deren Befolgung dazu führen kann, dass Allah dem Menschen die Türen zur Versorgung weitet. Diese Prinzipien gehen über das hinaus, was der säkular geschulte Geist zu denken vermag.

Diese Prinzipien bzw. Wege hat der Autor des Buches in 17 Kategorien zusammengefasst. Wir hoffen, dass Buch wird einen Beitrag dazu leisten, unser säkular und kapitalistisch geprägtes Denken zu erweitern uns dem Denken und Handeln eines wahren Gläubigen näher zu bringen.

Möge Allah durch dieses Buch dem Bedürftigen aus der Enge helfen und uns dazu verhelfen, ein Leben zu führen, ohne auf andere Menschen angewiesen zu sein! Amin!“

 

Bücherliste für den Ramadan

Der Ramadan steht vor der Tür. Und um sich ein wenig einzustimmen auf diesen Monat und quasi eine Extraportion Iman zu tanken, liste ich euch mal einige Bücher auf, die mit Sicherheit schon mal auf diesem Blog in der einen oder anderen Weise vorkamen.

Kinderbücher:

Ramadan-Wimmelbuch aus dem Al-Waha-Verlag, 19,99€, Bilderbuch ab 3 Jahren

Leyla und Linda feiern Ramadan, Talisa-Verlag, 13,95€, deutsch-türkisch (Bestellbar in allen deutschen Buchhandlungen)

Betül und Nele erleben den Ramadan, Don Bosco, 13,49€, ( in allen deutschen Buchhandlungen) – für Kindergärten

Unsere schönen islamischen Feiertage, Atfaluna Verlag, 12,00€ für jedes Alter geeignet

Sachbücher:

Ramadan – Ein Monat des Fastens, nicht des Fastenbrechens, 9,90€ aus dem Kutubia-Verlag

Ramadan für dich aus dem Narrabila-Verlag, 8€

Über das Fasten im Ramadan, Schriftenreihe des IZ München, 4€

Ar-Rayyan und das Fasten im Ramadan, IB, 8€

Der Genuss des Fastens aus dem Makkah al-Mukkaramah-Verlag, 3€

Ramadan – Die Weisheit des Fastens von Said Nursi, 2€

Ramadan Bescheidenheit und Dankbarkeit von Said Nursi, 5,90€

Fiqh, Band 4 – Fasten aus dem Darulkitab Verlagshaus, 13,95€

Kitab As-Siyam, Das Buch des Fastens, IB Verlag, 18€

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Neuerscheinungen

Zwar nicht wirklich neu erschienen, aber mir bis dato unbekannt waren die folgenden Bücher, allesamt übersetzt von Alper Soytürk:

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 von Ibn Qayyim al-Jawziyya.

„Der Mensch ist von seiner Natur her anfällig und empfänglich, von Sorgen und Kummer befallen zu werden. Selbst wenn er der einen oder anderen Sorge entfliehen sollte, so wird es ihm nie gelingen, von ihnen vollständig loszukommen. Sie zehren an den Nerven und Kräften und entziehen ihm jedwede Lebensfreude, reißen jedes Wohlgefühl aus dem Herzen und füllen es mit Sorgen und Ängsten.

Dies kann zu einem Leben voller Kummer führen, bei dem die betroffene Person mit angsterfülltem Herzen in die Zukunft blickt: Angst vor Armut, vor Krankheit und vor dem Tod. Ibn Qayyim geht in diesem Werk darauf ein, dass der einzige Ausweg aus dem Teufelskreis dieser Sorgen durch die Rückkehr zum Schöpfer möglich sei – dem Gottesgedenken.

Preis: eBook 3,99€ und Printversion 9,99€. Erhältlich auf Amazon.de

51AzyF9-PCL._SX322_BO1,204,203,200_Abu Hanifa – Abhandlungen zur islamischen Glaubenslehre

 

„Die meisten Muslime verbinden mit Abu Ḥanīfa die nach ihm benannte Rechtsschule, die sich in der islamischen Welt der weitesten Verbreitung erfreut. Es ist jedoch interessant, dass schon ganz frühe Traktate zu den islamischen Glaubensgrundsätzen (Aqīda) überliefert sind, die auf ihn zurückgehen. Das wohl bekannteste Traktat, das auf ihn zurückgeht, ist unter dem Titel al-Fiqh al-Akbar bekannt. Eine weitere Abhandlung ist unter dem Titel al-Fiqh al-Abṣaṭ bekannt.
Neben diesen beiden finden sich noch zahlreiche weitere Traktate, die auf ihn zurückgehen und drei von diesen habe ich im vorliegenden Werk aus dem Arabischen ins Deutsche übersetzt. Dabei handelt es sich um die folgenden drei Traktate mit den Originaltiteln:

I. al-ʿĀlim wa l-Mutaʿallim (Der Gelehrte und der Lehrling)
II. ar-Risāla – Der Brief Abū Ḥanīfas an ʿUṯmān al-Battī – einen der Gelehrten Baṣras – (möge Allah (der Erhabene) mit beiden zufrieden sein)
III. al-Waṣiyya – Das Briefvermächtnis (Waṣiyya) Abū Ḥanīfas bzgl. des Eingottglaubens (Tawḥīd)

Auch wenn Abū Ḥanīfa mehr durch sein Rechtswissen (Fiqh) bekannt geworden ist, handeln alle drei Traktate von den Glaubensgrundlagen (ʿAqīda) und behandeln die grundlegendsten Fragen zur islamischen Glaubenslehre, über die es teilweise heute immer noch Disput gibt.“

Preis: 2,99€ (eBook) und 7,99€ (Printversion). Erhältlich bei Amazon.

Ibn Ga61vUg1QIC4L._SX322_BO1,204,203,200_rir at-Tabari – Tafsir at-Tabari (Sura Al-Fatiha)

„Der Koran ist das wichtigste Buch der Muslime und gleichzeitig ist er die erste Quelle, auf die sie zurückgreifen in jeglichen gottesdienstlichen, aber auch zwischenmenschlichen Angelegenheiten. In diesem vorliegenden Ausschnitt vom Meisterwerk Ǧāmiʿ al-Bayān ʿan Taʾwīl Āy al-Qurʾān (Zusammenfassung der Erläuterungen zur Interpretation der Koranverse) von Abū Ǧaʿfar Muḥammad b. Ǧarīr aṭ-Ṭabarī (auch als Tafsīr aṭ-Ṭabarī bekannt) geht es um die Bedeutung der Sūra al-Fātiḥa (Die Eröffnende).
Sie ist darum so wichtig, weil sie (die al-Fātiḥa) bei den täglichen Gebeten rezitiert wird, aber auch inhaltlich bietet sie eine prägnante Zusammenfassung der Glaubensgrundsätze. Nicht umsonst wird sie als Umm al-Qurʾān oder Umm al-Kitāb (die Mutter des Korans/Buches) bezeichnet.“

Preis: 2,99€ (eBook) und 7,99€ (Printversion). Ebenfalls auf Amazon erhältlich.

Adressen gesucht!

Um noch mehr Informationen für Geschwister zusammenzutragen, möchte ich euch bitten, mir sowohl (euch bekannte) Adressen von

  • Bibliotheken, die öffentlich zugänglich sind und deutschsprachige islamische Bücher verleihen (auch per Fern- oder Onleihe), bitte keine städtischen Leihbüchereien, mitzuteilen. Dabei denke ich auch an Moscheen oder Moscheeverbände, die solche Räume betreiben und/oder zur Verfügung stellen. Wichtig daran ist die deutschsprachige Literaturauswahl.
  • Islamische Buchhandlungen (sowohl Online als auch stationär)

 

Schickt mir einfach die Adressen entweder hier über den Kommentarbereich oder per Mail an muslimischlesekreis@gmail.com. Es wäre schön, wenn ihr diesen Post auch an buchaffine Geschwister weiterleitet, sodass auch sie mithelfen können.

Barakuh llah fikum wa salam.

Rezension „Ramadan – Ein Monat des Fastens, nicht des Fastenbrechens“

ramadanHinweis: Das Buch wurde mir vom Verlag zur Verfügung gestellt.

Es ist nicht das erste Buch, das ich ausschließlich zum Thema „Ramadan“ gelesen habe, wohl aber das beste bisher.

Nun schreibe ich diese Rezension an einem Tag, an dem die guten Vorsätze quasi bis zum Himmel reichen, wenn die meisten Nichtmuslime sich vornehmen, etwas zu tun, für das es bisher irgendwie nicht ausreichte. Und seien wir ehrlich, uns Muslimen geht es unmittelbar nach dem Ende des segenreichen Monats Ramadan doch genauso. Im Ramadan merkt man, es ist genug Zeit für die freiwilligen Nachgebete, für das konzentrierte Qur’an-Lesen und -Lernen, man schafft es ohne Probleme zu fasten, es klappt uneingeschränkt mit der Disziplin und man nimmt sich vor, das weiter beizubehalten. In der ersten Zeit geht das gut, doch nach und nach schleichen sich wieder die alten Gewohnheiten ein und kurz vorm nächsten Ramadan beginnt man hastig, die versäumten Tage nachzuholen und sich wieder physisch auf den Ramadan vorzubereiten. Es könnte ja soviel einfacher sein!

„Anstatt zu versuchen, den Islam in den Ramadan zu quetschen und die taqwa in die Qadr-Nacht, wie wäre es damit, ein Leben zu führen, das dem Ramadan gleicht?“

Dieses Buch regt zum Nachdenken (und Nachmachen) ein: es lädt den Gläubigen zur Reflexion, zur Vor- und Nachbereitung  seines eigenen Fastenmonats ein, bindet die Grundlagen des Fiqh mit ein, sodass man auch gleichzeitig ein Nachschlagewerk zur Verfügung hat. Selbst das Fiqh für Frauen wurde bedacht, zumal das jedes Jahr aufs Neue zur Fragenexplosion in den sozialen Netzwerken führt.

Interessanterweise gibt es noch ein Kapitel speziell für die Schwestern, das sich ausschließlich damit beschäftigt, dass Frauen ihre häuslichen Tätigkeiten – das schließt insbesondere das Kochen und die Vorbereitungen für das Iftar ein! – einschränken sollen, um ihre religiösen Pflichten dem Ramadan anzupassen. Das lockte zunächst ein Stirnrunzeln bei mir hervor, bei näherem Hinschauen allerdings ist bei vielen Familien ein Wettkochen  und Auftischen gerade im Ramadan zugange und der Autor spricht mir geradezu aus der Seele, wenn er anprangert, dass im Ramadan angesichts der zwei Mahlzeiten, die nicht üppig ausfallen sollen, die Geschäfte eigentlich eher ein Absatzproblem haben müssten. In der Praxis sieht das ganz anders aus.

Summa summarum: Dieses Buch ist sehr empfehlenswert für den Ramadan, vor dem Ramadan und nach dem Ramadan. Ich habe für mich sehr viel mitgenommen.

Leider gibt es dieses Buch ausschließlich im Onlineshop des Verlages. und basari.de. (Eine Erweiterung in andere Shops wäre wirklich empfehlenswert!)

Titel: Ramadan – Ein Monat des Fastens, nicht des Fastenbrechens

Autor: Nureddin Yildiz

Verlag: Tahlil Yayinlari/Kutubia

150 Seiten, A5-Format, broschiert, Preis 9,90€

Erhältlich derzeit auf www.kutubia.de

 

 

Akt. Wochenangebote vom Darulkitab Verlagshaus

Es lohnt sich immer mal wieder, auf diversen Verlagsseiten unterwegs zu sein. Im Falle vom  Darulkitab Verlagshaus gibt es jetzt Wochenangebote, diese Woche ist das Buch „Ich glaube an Allah“ (für Kinder ab 6 Jahren) herabgesetzt von 12,99€ auf 8,99€.

 

Das große Heulen

Oh ja. Das große Heulen geht wieder los. Amazon Selfpublishing- Bücher können jetzt auch im deutschen Buchhandel via KNV (Koch, Neff&Volckmar, einer der Grossisten) einfach so besorgt werden. Die Verlage werden sterben! Die Vielfalt ist nicht mehr gegeben! Amazon geht in die Offensive!

Leute, ich könnte kotzen. Ausgerechnet die großen Publikumsverlage, die seit Jahren nichts Innovatives mehr auf den Markt bringen, deren Lektoren und Grafiker schlicht nix Vernünftiges auf die Reihe bekommen, die bekommen das große Jammern.

Bleiben wir doch mal in der Realität:

  • Seit Jahren bestellen Buchhandlungen – große und kleine – zähneknirschend und stillschweigend zum Selbstkostenpreis diese Selfpublishing-Bücher für ihre Kunden. (Selbstkostenpreis = Einkaufspreis = Verkaufspreis)
  • Jeder Trend wird quasi abgekupfert – aber erst, nachdem ein/e AutorIn bei Amazon top Wertungen und massive Abverkäufe hatte. Dann wird auf diesen Zug aufgesprungen. Vorher wurde der Schreiber – sorry für den Ausdruck jetzt – mit dem Hintern angeschaut.
  • Ich kann schon an einer Hand Autoren benennen, die erst als Selfpublisher erfolgreich waren und dann erst später einen Verlagsvertrag ergattern konnten. Werbung allerdings wird kaum gemacht, man ruht sich förmlich auf dem Namen des Autoren aus.
  • Dem Kunden ist es schnurz, wer denn nun sein Buch abgedruckt hat, ob Verlag, BoD oder eben Amazon. Hauptsache, er hält sein Buch dann in seinen Händen.

 

Aber: Amazon hat jetzt durch diese Aktion die Nase vorn. Denn zum einen umschifft man damit die Einstellung vieler Kunden („Ich bestelle nichts bei Amazon.“) und zum anderen vergrößert man seinen Kundenkreis enorm.

Verlage könnten jetzt mal dazulernen. Ansonsten beginnt das Verlagssterben.

Warum Verlage scheitern

Ich bin oft im Netz unterwegs, um Neuerscheinungen, Trends oder Neuigkeiten in Sachen Buch aufzuschnappen. Und oftmals reibe ich mir verdutzt die Augen, weil wieder mal ein kleiner Verlag aufgegeben hat oder gar in einem großen aufging.

Im muslimischen Buchmarkt geht das oft viel schneller vonstatten, denn es gibt tatsächlich nur 2 bis 3 große Player am Markt und viele Verlage machen so wenig Werbung, dass es fast ein Wunder ist, wenn das Buch auch mal verkauft wird.

Was also machen Islamische Bibliothek und Darulkitab sowie Rauda/Granada  richtig?

  • Es gibt jedes Jahr mindestens 2 neue Titel im Sortiment.
  • Es gibt genügend Titel im Sortiment. Ein Verlag kann sich nicht auf zwei Büchern ausruhen. Das wird in der allerersten Zeit gutgehen, danach scheitert man allerdings grandios.
  • Sie machen genug Werbung. Ähnlich wie Amazon muss man seinen potentiellen Lesern mit Newslettern u.ä. auf die Pelle rücken.
  • Die Bücher sind qualitativ hochwertig. Wenn das Druckbild mies ist, wird es für den Leser eher zur Qual.
  • Man nimmt die Leser ernst. Das merken auch große Publikumsverlage, die sich sehr viel früher nicht um die Kunden scherten. Ganz großes Beispiel: Cecilia Ahern gab es immer auf deutsch mit blauem Hintergrund und weißer Schrift. Irgendwann dachte sich ein schlauer Mensch: wir können das ja mal ändern. Prompt verkaufte sich der Titel nicht mal halb so gut, denn rostbraunes Cover mit weißer Schrift – das war nicht Cecelia Ahern.
  • Frag die Buchhändler. Niemand kann Fragen zu Kundenwünschen und Trends besser als sie beantworten.
  • Vernetze dich mit Buchmenschen. Das können Blogger u.ä. sein, denn die machen Werbung und sind meistens keine hochtrabenden Rezensenten, die von irgendeiner Stelle dafür bezahlt werden. Blogger und andere gut vernetzte Menschen lesen gerne und wollen ihre Vorliebe/Hobbys nur an andere weitergeben.
  • Beantworte E-Mails und Briefe. Auch zeitnah. Nichts ist nervender für einen Leser (oder Blogger), wenn man nicht ernst genommen wird.
  • Schau nicht aufs Geld. Einen Verlag zu gründen würde ich jedem abraten, der nur Dollarzeichen in den Augen hat. Bis ein Verlag wirklich Profit abwirft und etabliert ist, dauert es Jahre. Verlagsgründer sind in der Regeln Idealisten und Individualisten. Wenn man ein tolles Buch geschrieben oder übersetzt hat, wird man nicht gleich einen neuen Verlag gründen, es sei denn, Punkt 1 und 2 treffen auf dich zu.
  • Halte dich an die Regeln, siehe Urheberrecht und geltendes deutsches Recht in Sachen Buch. Ich sage nur Buchpreisbindung.
  • Versuche, deinen Dunstkreis zu erweitern. Dein Buch kann besser und leichter bestellt werden, wenn es auch eine ISBN hat. In jeder Buchhandlung.
  • Respektiere deinen Kunden und damit deinen Leser. Du willst etwas verkaufen und brauchst Käufer, die im besten Fall dein Buch auch weiterempfehlen. Gehe an die Öffentlichkeit! Bislang kenne ich nur einen Verlag, der auch Lesungen veranstaltet hatte, und das war der Narrabila-Verlag. Es muss ja nicht gleich eine Lesung sein, aber Webinare o.ä. wären für Leser und potentielle Kunden eine tolle Erfahrung.

 

Lustig fand ich eine Geschichte, als es vor einiger Zeit zu einer sehr fruchtbaren Diskussion kam in Sachen eBooks von islamischen Verlagen. Richtig: die gibt es auf deutsch kaum.

Auf Facebook diskutierten wir also, warum eBooks doch eine gesunde Bereicherung für den muslimischen Leser wären. Altes Lied: ca. 50% lehnten von vornherein die Vorstellung ab, sich einen Reader zuzulegen, da das Erlebnis mit dem „richtigen Buch“ unübertroffen wäre. (PS: Ich war auch mal so und klar: mit einem „richtigen Buch“ ist das Lesen gleich viel schöner. Mittlerweile wäge ich allerdings ab, ob ich das Buch wirklich haptisch zuhause haben möchte oder ob es reicht, es auf einem Reader zu haben.)

Ein Verlagsinhaber meldete sich und merkte an, dass ein eBook von seinen Kunden noch nicht angefragt worden wäre. Ich schaute mir also seine Seite an und musste unwillkürlich grinsen: dieser Verlag hatte genau EINEN Titel im Programm. EINEN! Und dazu noch sehr speziellen. Nämlich in Sachen Ramadan. Das wäre ungefähr so, als würde ein Geschenkbuchverlag wie Groh oder Coppenrath nur noch Bücher zur Hochzeit herausbringen. Und da dieser Verlag keine Werbung gemacht hatte (- kleine Anmerkung: das muss echt ein Toptitel sein, wenn es zur Mundpropaganda kommen soll – ) wusste ich nicht mal, dass es a) diesen Verlag gab und b) dass er ein Buch herausgebracht hatte. Klar, dass dann kein Käufer nach einem eBook fragt.

Der muslimische Buchmarkt ist trotz der zunehmenden Fülle an Titeln immer noch sehr überschaubar. Und die Leserschaft auch. Tatsächlich liegen die Auflagen der Titel bei 500 bis 2000 Exemplaren. Mehr nicht. Und damit kann kein Verlag wirklich Profit machen.

 

Über ein Like oder Kommentar würde ich mich sehr freuen.

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