Archiv der Kategorie: Allgemein

„Free trip to Egypt“ – Ein aussergewöhnliches Projekt zur Völkerverständigung

Ein reicher ägyptischer Unternehmer lädt die unterschiedlichsten Menschen aus den USA ein, um seine Heimat und ihre Menschen kennenzulernen – auf seine Kosten. Am Ende überzeugt er sieben Amerikaner, sein Angebot anzunehmen. Der Film läuft seit dem 31. Mai 2019 in den USA in den Kinos, es ist allerdings noch kein deutscher Ausstrahlungsstermin bekannt. (Quelle zdf, heute-journal)

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Neue Lektüre ☺️

Ja, passend im Ramadan hatte ich mir „Wie genieße ich das Gebet? – Eine Anleitung zur Demut“ von Amen Dali vorgenommen zu lesen und just kommt die Neuerscheinung von Nureddin Yildiz „Das Gebet – Eine Reise in dein Herz“ ins Haus geflattert. (Scherz beiseite: mir wurde ein Rezensionsexemplar zugesandt von Kutubia – ein großes Dankeschön an dieser Stelle). Demnächst also werden insh’allah beide Bücher vorgestellt. Ist allerdings keine leichteKost.

Neues Buch aus dem Kutubia-Verlag

Letztes Jahr – rechtzeitig vor Beginn des Ramadan – erschien ja aus dem Kutubia die deutschsprachige Übersetzung von Nureddin Yildiz unter dem Titel „Ramadan – Ein Monat des Fastens, nicht des Fastenbrechens“. Jetzt wurde ein neuer Titel veröffentlicht, nämlich „Das Gebet – Eine Reise in das Herz“, derzeit zum Preis von 9,90€.

Nicht nur immer Harira…

Zucchini-Hähnchen-Suppe

Zutaten:
etwas Olivenöl
1 Hähnchenbrust, klein geschnitten
1-2 Zucchinis, klein geschnitten
1 Zwiebel, klein geschnitten
1 Knoblauchzehe, klein geschnitten
1 TL Salz
Pfeffer, Chilipulver, evtl. 1/4 Brühwürfel, 1 Prise Zucker
etwas Zitronensaft
1 sehr klein geschnittene Tomate oder 1 TL Tomatenmark
ein paar Minzblätter
200 g Sahne
etwas angerührte Speisestärke

Zubereitung:
Hähnchenbrust und Zwiebel im Öl anbraten. Knoblauch mit Salz zu einer Paste verreiben und kurz mitbraten. Zucchini und Tomaten bzw. Tomatenmark kurz mitbraten. Etwas Wasser und die Gewürze dazugeben und ca. 8 Min. köcheln lassen. Sahne und Zitronensaft dazugeben (je nach Geschmack), aufkochen lassen und mit Stärke leicht binden. Fein gehackte Minze dazugeben und mit Salz, Zucker und Zitronensaft abschmecken. Guten Appetit!

Pellkartoffeln mit Kräuterquark

(Ist mir als Vorschlag zugesandt worden; da ich das aber aus meiner Kindheit kenne, kommt jetzt das Aus-Dem-Kopf-Rezept):

Zutaten:

Pro Person etwa 4 mittelgroße Kartoffeln mit Schale

500 g Magerquark

Gurke und Radieschen kleingeschnitten, wer mag, auch Zwiebel

1 EL Öl und 2 EL Milch, Salz und Pfeffer

Zubereitung:

Die Pellkartoffeln im Wasser gar kochen. In der Zwischenzeit Quark, kleingeschnittenes Gemüse, Öl, Milch Salz und Pfeffer zusammenrühren. Pellkartoffeln abschälen und mit Quark servieren. Zu guter Letzt darf auch gerne Leinöl in der traditionellen Variante oder wer mag Olivenöl dazu serviert werden.

Champignoncremesuppe

  • 1 Dose Champignons geschnitten oder eine halbe Schale frische Champignons
  • 3 kleine Kartoffeln
  • 1 Liter Wasser
  • 1 EL Gemüsebrühe
  • frischer Knoblauch
  • Butter
  • Salz und Pfeffer nach Belieben
  • 2 EL Mehl

Mit einer Knoblauchzehe den Topf einreiben. Butter schmelzen und leicht braun werden lassen. Das Mehl hinzugeben und rühren, bis es leicht braun ist. Die Champignons hinzugeben und den Liter Wasser sowie die Gemüsebrühe. Die drei geschälten und zerkleinerten Kartoffeln ebenso.

Nach einer halben Stunde kann die Suppe püriert werden. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Petersilie hinzu.

In Gottes Namen

Rezepte gesucht!

Assalamu aleikum,

pünktlich vor Ramadan treiben uns viele Fragen um, doch eine ganz besonders: was gibt es heute zu essen?

Tatsächlich gibt es ja Mimosen wie mich, die eben nicht jeden Tag Harira essen können. Teils keinen Appetit darauf, an manchen Tagen ist es einfach zu heiß.

Da es nicht nur mir so geht, hatte ich mir überlegt, ob es für alle nicht mehr Sinn macht, dass wir unsere Lieblingsrezepte vorstellen – von Gerichten, die wir quasi im Schlaf nachkochen können und die definitiv gelingsicher sind.

Also haut in die Tasten und schickt mir eure Rezepte. Schön wär auch ein Foto (das ihr selbst gemacht habt von eurem Essen). Desserts, Suppen, Salate, Hauptspeisen – all das könnt ihr schicken. Bedingung: das Rezept ist gelingsicher, hat exakte Mengenangaben und ist auch für Kochdoofe geeignet (ja die gibt es auch!). Spezielle Zutaten (die man nicht überall kaufen kann) oder Kochgeräte sollten bitte auch nicht unerwähnt bleiben. Dazu zählen auch Schnellkochtöpfe, die eben nicht jeder zuhause stehen hat. Bitte auch die Zubereitungszeit inkl. Kochzeit und Personenanzahl erwähnen. Wäre nicht schön, wenn jemand, der ganz allein ist, plötzlich vor einer Riesenmenge steht.

Ja, ich trage ihn – den Organspendeausweis.

Vor vielen Jahren erhielt ich meinen Organspendeausweis per Post von meiner Krankenkasse zugesandt und ich hatte lange gebraucht, um ein Kreuzchen zu setzen.

In meiner Jugendzeit war ich überzeugter Anhänger der Organspende. Klar – klingt ja auch super. Man ist tot – also eh nix mehr zu machen – und hilft gleichzeitig Menschen, vorzugsweise Kindern, weiterzuleben. Einige Jahre später, selbst eigene Kinder habend, kreuzte ich das „Nein“ an.

Mehrere Beweggründe, darunter auch sehr zynische, haben mich dazu bewogen. Zum einen bin ich Muslima. Auch wenn es manchmal hapert mit meiner religiösen Überzeugung (ich schreibe mal bewusst nicht „Iman“) ist es mir schon bewusst, dass ich nur vollständig und mit allen meinen Organen (abzüglich meines Blinddarmes) trete. Zudem soll ich mich gesund ernähren und verhalten, da mein Körper nur eine Leihgabe ist.

Der zweite Grund ist ein ganz simpler: solange noch der Ethikrat entscheiden muss, ab wann ein Mensch als tot gilt (Reicht der Hirntod oder muss das Herz aufgehört haben zu schlagen?), ist für mich die Legitimation einer Organspende gar nicht gegeben. Selbst unter Medizinern ist diese Frage nicht entscheidend geklärt. Ist also ein hirntoter Mensch noch ein sterbender Mensch?

Der dritte Grund ist verknüpft mit dem zweiten. Organspenden und -transplantationen sind zu einem Riesengeschäft geworden. Menschen werden also quasi zu Reservoirs für Leute, die sich – objektiv betrachtet – nicht damit abfinden können, dass sie sterben müssen, weil sie ihr Leben lang krank waren oder gar nur unvernünftig lebten und jetzt also auf den Gedanken kommen, dass man sie mit einer Reset-Taste ausgestattet hat. Schön für sie. Zudem ist der wachsende Schwarzmarkt überall auf der Welt zu beobachten, Menschen verkaufen ihre Organe für ein – ich sag es mal salopp – Appel und Ei für ein Jahr Auskommen für die Familie, um die Schulden zu begleichen oder eine Aufenthaltsgenehmigung oder Papiere zu bekommen. Oder aber ganz grausig: sie werden entführt und ausgeschlachtet. Das Geld sehen die Familien der Opfer natürlich nie, geschweige denn das Familienmitglied.

Der vierte Grund: es steht leider niemals in den ganzen Werbungen für Organspenden, welches Leben die potenziellen Organempfänger vor der Transplantation führen müssen, um ihren Körper auf die bevorstehende Übernahme vorzubereiten. Es steht auch nirgendwo in diesen Werbeschriften, wieviele Medikamente sie danach nehmen müssen, damit das Organ auch passend zum Körper gemacht wird und wievielen Leuten das neue Organ wieder zum Verhängnis wird, weil sie das Transplantat gar nicht vertragen.

Wie kam es eigentlich zu Organspenden? Wer hatte sich als Versuchskaninchen bereiterklärt? „Frankenstein“ von Mary Shelley lässt grüßen. Oder drücken wir es philosophischer aus: der Traum des Menschen vom ewigen Leben. Die Erde wird es mit Grausen vernehmen.

Zu guter Letzt hatte mir ein Aufsatz einer katholischen Schwester zur Entscheidung verholfen. Leider finde ich ihn nicht mehr in den Wirren des Netzes. In diesem beschrieb sie ihre wachsende Irritation ob der Tatsache, dass die Leute eine „Ausgabe des Neuen Testaments in ihrem Nachtschränkchen haben, um gleichzeitig um den Tod eines Menschen zu beten damit sie selbst ein paar Jahre weiterleben könnten.“ Angesichts dieser Aussage frage ich mich, wer von uns tatsächlich zynisch ist.

Kann man Menschen in Würde sterben lassen? Diese Frage wird vom Ethikrat immer noch nicht zufriedenstellend geklärt. Beinhaltet die Würde des Menschen – die im Übrigen im Grundgesetz fest verankert ist! – auch das Sterben in Würde? Ein Ausschlachten des menschlichen Körpers nach von Medizinern festgestelltem Hirntod ist nicht von Würde gezeichnet. Und würde man die Frage tatsächlich tiefschürfend und von monetären Gründen befreit so diskutieren, würden Organtransplantationen, Sterbehilfe und selbst die Praxis des Hippokratischen Eides auf den Prüfstand gestellt. Und dafür wäre es an der Zeit.

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