Rücken Muslime jetzt wieder in den literarischen Fokus?

Nachdem ich den Blogpost von Hena Khan auf Goodreads entdeckte, fiel mir auf, wie wenig belletristische muslimische Literatur es auf Deutsch gibt. Klar: vereinzelt lassen sich Titel ausmachen, aber Verlage gehen jetzt nicht wirklich damit hausieren und als A-Titel lassen sich leider nur Titel von gewissen populistischen Autoren – die mehr oder weniger schlecht recherchiert sind und im Grunde nur eine Meinung bestätigen – verkaufen. Verlage wie Narrabila oder die Edition Bukhara sind sehr rar gesät und fast wie Exoten anzusehen – egal, in welcher Sprache sie veröffentlichen.

Irgendwie finde ich es traurig, dass wir Muslime von vornherein alles misstrauisch beäugen, was nur im Mindesten nach schöpferischer Kunst ausschaut – und mittlerweile haben wir auch Nichtmuslime mit dieser Art von – sagen wir – Phobie angesteckt.

Und agieren? Bloß nicht. Und doch: mit Kunst, welcher Art auch immer, schaffen wir es, uns mit den aktuellen Geschehnissen auseinanderzusetzen, uns zu definieren und uns ein Selbstverständnis aufzubauen. Warum sollen wir uns über Außen definieren, über die Kunst von Nichtmuslimen, die Literatur von ihnen? Wir müssen endlich aus dem Schatten treten und uns behaupten, nicht nur vor den Nichtmuslimen, sondern auch vor uns und den Menschen in unserer Gemeinschaft.

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