Peterson: „Paradox – Am Abgrund der Ewigkeit“

Phänomenal!

Ich hatte mir dieses Buch auf die Liste gesetzt, da Philipp Peterson vor einem halben Jahr auf der Frankfurter Buchmesse den Selfpublishing-Preis von Amazon/Kindle gewonnen hatte. Gut, das ist meist kein Grund, das Buch zu lesen, aber diesmal hatte das Lesepublikum entschieden, also entschloss ich mich, es mal zu versuchen. ScienceFiction ist ja ein recht schwieriges Unterfangen. Zum einen ist der Personenkreis, der sich dafür interessiert, recht überschaubar und zum anderen sind die Autoren, die tatsächlich gut schreiben in dem Metier, rar gesät.

Das sollte sich jetzt eigentlich ändern. Peterson ist mit seinem zweiten Buch nach „Transport“ ein perfekter Spagat gelungen. Im Gegensatz zu Autoren, die gerne über etwas schreiben wollen, was sie interessiert und dann dummerweise in ellenlange Monologe verfallen (wie bspw. Schätzing in „Limit“), um auch dem letzten Depp die Grundlagen vertraut zu machen, ist Peterson kurz und knackig: eine Minieinführung der Personnage, die Fakten werden fast beiläufig hingeschmissen ohne Nerdsprache, ein gesundes Mass an Dialogen, die sehr gut ausgearbeitet sind und ein Ende, das es in sich hat.

Zudem schafft er es, in Lesern, die bisher nicht an Klaustrophobie gelitten haben, diesen katastrophalen Zustand zu wecken, dass man höchstwahrscheinlich im nächsten vollbesetzten Bus in Panikattacken verfallen dürfte.

Zur Handlung:

David Holmes ist ein Astrophysiker, der momentan untersucht, weshalb zwei Sonden am äussersten Rand des Sonnensystems in genau derselben Enfernung wie vom Erdboden verschluckt sind. Das interessiert natürlich auch die NASA sowie die Militärs und beim Verschwinden der dritten Sonde dann auch den privaten Energiekonzern Centauri (der Inhaber Wyman ist tatsächlich an Elon Musk angelehnt, den Inhaber von SpaceX und Tesla). Centauri entwickelte ein Raumschiff mit Antimaterieantrieb und plant jetzt, eine Crew hochzuschicken, um diese Vorfälle zu untersuchen.

Mit Ed, dem großschnäuzigen Kommandanten, seiner Stellvertreterin und Ingenieurin Grace und der Bordärztin und Biologin Wendy macht sich David auf eine ungewisse Reise in Weiten, die so für den Menschen nie vorstellbar waren. Und am Rande machen alle vier eine Entdeckung, die so ganz und gar nicht erwartet war…

Phänomenal war für mich das Ende: zunächst hatte ich ja Angst. Es gab in der Vergangenheit schon genügend Autoren, die irgendein Ende hingezaubert hatten, so unlogisch und unpassend das für die Handlung auch sein mochte. Hauptsache fertig. So scheint es manchmal zu sein. Tad Williams mit „Otherland“ ist da auf meiner Liste ganz oben. Nein, das Ende ist auch kein typisches Bruce-Willis-Finale: ein paar opfern sich für das große Ganze. Nein, es gibt einen großen Knall – metaphorisch gesprochen.

Die Menschheit hat sich dieses Ende selbst eingebrockt. 

Das Buch ist als eBook nur für den Kindle erhältlich für 4,99€ und als Buch in allen Buchhandlungen für 9,99€. Wer mal etwas über den Autor erfahren möchte und sich dafür interessiert, dem sei seine Website empfohlen: http://raumvektor.de/

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